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Ein Zuhause für immer – aus dem Leben im Krankenhaus - von Axel, 08.07.2021
Ein Zuhause für immer – aus dem Leben im Krankenhaus

Hallo liebe LeserInnen,

mein Name ist Clara, ich bin 23 Jahre und möchte euch von meinem Leben im Krankenhaus erzählen.

Piep, piep, piep…88 mal ertönt dieser Ton pro Minute, zurzeit zumindest. Es ist acht Uhr siebenundzwanzig. Gleich kommt die Visite. Mal gucken, ob sie wieder was Neues in meinem Blut fanden. Irgendetwas, was meine Herzrhythmusstörungen erklären kann.

Gestern spielte jemand auf einem Hofkonzert auf seiner Geige. Ich genoss es!

Angst,
banges Warten
Stunden zählen, immerzu,
draußen essen Kinder Eis,
Krankenhaus.

Bahnhof,
ziemlich nahe,
Menschen ankommen, verweilen,
trinken Kaffee am Kiosk,
schwarz.

Vesper,
drei Uhr,
am Nachmittag, so sonnig,
mit Besuchern spazieren gehen,
Krankenhausparkrosen.

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L
I U
E N
H G
KRANKENHAUSKRANKENHAUSKRANKENHAUS
R U
A A A
N G H
K AGAPE N
E P E
N E K
H N
A A
U R
SUAHNEKNARKSUAHNAKNARKSUAHNEKNARK

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Morgens ist immer das gleiche Prozedere: Zuerst kommt die Visite, dann bekomme ich meine Injektion und danach gibt es Frühstück.

Vormittags werde ich zur Physiotherapie (Muskelaufbau) abgeholt.

„Glaubst du an mich?“, fragte mich mein Herz weinend eines Nachts, „ich kann deine Ungewissheit nicht mehr lange ertragen!“

In den gesamten zwanzig Jahren meines Lebens, verbrachte ich bis zum jetzigen Tag, es ist Donnerstag, der 20. Mai 2021, mehr als die Hälfte dieser Zeit hier im Krankenhaus, hier im Carl-Thiem-Klinikum in Cottbus. Mein Problem besteht aus mehreren Diagnosen: Tetraspastik, Hirnvenenaneurysma, fokale Epilepsie sowie Depressionen!

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So. Abendbrot gab es schon und geduscht worden bin ich auch schon. Was ich sehr traurig finde ist, dass meine Lieblingsstationsschwester Karo gerade im Urlaub ist.

Eine Amsel, gegenüber auf dem Balkon,
trillert den ganzen Morgen,
tut es mir doch noch so gut ihr zuzuhören.

Lass mich davon gar nicht stören.
du lachtest mich an,
in meinem Herzen war ich zutiefst berührt,
dass es dich wirklich gibt.

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Ich bin ein ES! Weder männlich noch weiblich!














Jetzt geht die Sonne auf.

Gestern fragte ich meine Mutter am Telefon, ob sie mir mein Sommerkleidchen ins Krankenhaus bringen könnte.



©2021 by Axel. Jegliche Wiedergabe, Vervielfaeltigung oder sonstige Nutzung, ganz oder teilweise, ist ohne vorherige schriftliche Genehmigung des Autors unzulaessig und rechtswidrig.

Kommentare


Von Axel
Am 22.07.2021 um 19:20 Uhr

@jourmey Danke für die positive Kritik!


Von Journey
Am 10.07.2021 um 05:56 Uhr

Wow... eine krasse Geschichte. bzw. Zusammenstellung, wenn man sich darauf einlässt! Das habe ich aber erst erkannt, nachdem ich die Krankheiten gegoogelt habe...

Bei dem Gedicht mit den Buchstaben hat wohl etwas mit der Formatierung nicht geklappt?

Und ich habe noch eine Anmerkung:
"Mal gucken, ob sie wieder was Neues in meinem Blut fanden."
Da stimmt die Zeit nicht. Es müsste "finden" heißen. ; )

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Es gibt 2 Kommentare


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