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OpenDownload-Erlebnisse - von Aabatyron, 13.11.2008
OpenDownload-
Erlebnisse


Ein Textauszug aus einem Tagebuch – alle „Erlebnisse“ und Aktionen betreffend einer Erfahrung, dass man auch via Internet nicht gegen Beschiss und Ärger gefeit ist. Ähnlichkeiten und beschriebene Vorgänge sind rein zufällig bedingt – können aber recht häufig auftreten.

29.09.2008 Montag
Der kleine Mini-PC mit Atomprozessor ist geliefert worden. Auf der Heimfahrt kaufe ich noch einen 16GB-Speicher und der Rest des Abends ist mit „Einrichten“ und Programmieren ausgelastet.

Von einem Stick übertrage ich meine Manuskripte auf den neuen Rechner. Die Notizen der letzten Tage lassen sich problemlos einfügen. Die Darstellung im Star-Office ist ungewohnt, das Wörterbuch ist nicht zu meinen Alt-Programmen passend und meldet viele fiktiven Rechtschreibfehler – allerdings ist die Schriftgröße doch erheblich besser als auf dem kleineren Display. Beim Weiterschreiben des Manuskriptes kennt das Programm viele Wörter nicht, die ich bereits im Alt-Wörterbuch stehen habe. Da werde ich geschwind das OpenOffice aufspielen, dann passt alles.

Ein paar Programme aufspielen, fast Routine. Im Internet gibt es jetzt sogar ein OpenOffice Programm in einer neueren 3.0 Version. Das alte 2.4 OpenOffice-Programm ist fast wie das altebekannte Officeprogramm eines namhaften Herstellers – das läuft bereits recht gut auf zwei alten Rechnern. Der Anbieter will zuerst eine Registrierung für die neue 3-er Version. Ein Betreiber von Downloadservern, an erster Stelle der Suchauswahl nach Aufruf von OpenOffice stehend, verspricht durch die Registrierung absolute Sicherheit bei Nutzung seines Programmes. Ich überlege, dass ich inzwischen viele wichtige Dateien mit der bisher 2.4-er Version des OpenOffice-Programms geschrieben habe. Bestimmt kann die neue Version noch einige Funktionen mehr als das bisher erhältliche Programm. Wenn die 2.4 Version schon so gut ist, dann muss das neue 3.0 Version-Programm wirklich sehr gut sein.

Nach der Registrierung funktioniert der Download leider nicht. Ein weiterer Anmeldeversuch bringt die Meldung, dass mit der Mailadresse etwas nicht stimmt – das Programm will eine andere Mailadresse zur Übermittlung des Freigabecodes. Vielleicht kann der Code aus Sicherheitsgründen tatsächlich nur über die Stamm-Mailadresse des Webmasters aktiviert werden. Ein weiterer Versuch mit der neuen Registriernummer über die Webmasteradresse sieht zunächst vielversprechender aus. Allerdings kann man auch damit nicht die neue Version downloaden – das Programm zeigt nur an, dass keine Verbindung hergestellt werden konnte. Vielleicht muss zuerst die Altversion geladen werden und dann folgt das Update auf die neue Version – das ist ja heutzutage bei fast allen Programmen so gehandhabt.

Irgendwann beim Versuch der Downloaderöffnung hängt sich dann der Rechner auf. Na prima – dann hat diese Registrierung anscheinend auch nicht über die Webmasteradresse funktioniert. Der Rechner reagiert auf keinen Tastendruck mehr - ich kann mein bereits übertragenes und weitergeschriebenes Manuskript nicht mehr abspeichern.

Beim anschließenden Neustart des Rechners kommen die ersten Fehlermeldungen über verlorene Cluster. Das bedeutet, ich kann alle Programme noch einmal frisch einrichten, und am Schlimmsten, die zuvor benutzte Datei auf dem eingesteckten Memorystick ist auch nicht mehr lesbar – das dämpft die Freude über den neuen Rechner ungemein – und vor allem über die angebliche Sicherheit beim Downloaden.

Vermutlich war dies eine Firma, die aus noch nicht bekannten Gründen an meine persönlichen Daten kommen wollte. Womöglich haben die mir so ein Spammerprogramm auf den Rechner setzen wollen und mein Feuerwallprogramm hat deshalb dem Treiben ein Ende gesetzt – denn dass meine Mailadressen zuvor funktioniert haben, habe ich bereits ausführlich getestet.

Der größte Schock kommt aber erst noch, als ich Daten von dem Speicherstick abrufen will – da hat es bei dem Rechneraufhänger einiges verstrubelt. Von einem meiner neuen Bücher sind nur noch Fragmente vorhanden – das heißt: Sämtliche Verbesserungen und die gesamte Lektorierung noch einmal durchführen – Gottseidank habe ich die Rohmanuskripte auf DVD gespeichert.

Also mit so einem Programm mache ich bestimmt auf diesem Rechner, und auch auf keinem anderen, keine Versuche mehr, das steht fest. Da muss ich in den nächsten Tagen schauen, ob eine Benachrichtigung über die Zusendung eines neuen Aktivierungskodes kommt und dann das Programm kündigen - normalerweise werden alle Programme vor der endgültig festen Registrierung zur Nutzung in einer schriftlichen Mitteilung erst nach Unterschrift freigeschaltet. Solange ich nicht sicher weiß, was zu dem Absturz geführt hat, werde ich sowieso kein solches Programm mehr benutzen – und wenn die hundertmal absolute Sicherheit beim Download versprechen.

Es braucht eine Weile, um sich von dem Ärger zu erholen. Jetzt muss ich den verlorenen Text leider auch noch einmal nachschreiben – so war das eigentlich nicht geplant gewesen.

Dann mache ich alternativ das alte Programm von Chip-online drauf, da habe ich auf der Festplatte des alten Rechners noch eine Original-Installationsversion unter den Downloadfiles gespeichert. Das läuft mit Sicherheit recht gut, hat aber nicht alle Futures der neuen Version. Ärgerliche Geschichte, und es ist auch schon recht spät, bis kurz vor Mitternacht, bei der Geschichte geworden. Von Chip-online lässt sich die Altversion problemlos downloaden und installieren.

Ein kurzer Probelauf zum Schluss verläuft zufriedenstellend – dumm ist nur die Tatsache, dass mein Manuskript bei der Geschichte draufging – der bereits eingefügte Teil wurde leider nicht mehr gespeichert und auf dem Stick sind in manchen Files nur noch Hieroglyphen lesbar.

Ich muss zu Bett gehen, morgen früh ist die Nacht um. Allerdings kann ich nicht so schnell einschlafen, immer wieder bin ich in Gedanken am Überlegen, was die Burschen mit meinen Daten anfangen können. Wenn die jetzt auch noch die Kontonummer abgefragt hätten, dann wäre bestimmt morgen mein Konto geplündert. Mit den Adressdaten kann eigentlich nichts passieren – die kann sich jeder ja auch aus dem Telefonbuch holen – beruhige ich mich. Da ich den Rechner jetzt sowieso komplett neu installieren muss, hoffe ich, auch eventuelle Virenprogramme mit zu löschen. Die Prüfung der Festplatten ist leider eine recht aufwändige Geschichte. Anstatt des neuen Office-Programms habe ich jetzt eine Menge Arbeit, die auf mich wartet bis alles wieder läuft wie zuvor.


30.09.2008 Dienstag (Nachmittags)
Als ich eine Information von der IHK an meine Mailadresse weiterleiten will, kommt eine böse Überraschung. Der Mailserver meldet, dass die Übermittlung nicht möglich ist. Sofort schießt mir der Gedanke durch den Kopf, dass dies mit der ominösen Downloadfirma zusammenhängen könnte. Tatsächlich funktioniert keine der Mailadressen mehr, als ich bei weiteren Adressen probiere, an sie die Nachricht von der IHK weiterzuleiten. Jetzt ist mir bewusst, was da gestern Abend passiert ist – ich weiß nur noch nicht, wie viel Schaden auf dem Mailserver sonst noch entstanden ist. Vermutlich können die Burschen jetzt meine Mails lesen. Da muss ich heute Abend gleich die Mailkontos alle löschen und neu einrichten.

30.09.2008 Dienstag (am Abend)

Ganz wichtige Arbeit: Alle Mailkontos löschen und neu einrichten – wer weiß, was da sonst alles für Unfug mit meinen persönlichen Daten getrieben wird. So ein neues Manuskript im Voraus vom Mailserver abgespammt bevor ich es selbst veröffentlichen kann – das wäre natürlich schon eine einleuchtende Erklärung für alles.

Weitere Programme auf dem Rechner einrichten. Der Rechner hakt immer noch – hängt sich manchmal wieder auf. Da muss doch noch irgendwo ein Spammerprogramm oder ein Trojanerprogramm im Hintergrund aktiv sein. Es hilft alles nichts, die Maschine muss plattgemacht und komplett neu installiert werden.

01.10.2008 Mittwoch
Nach dem Abendessen installiere ich alle Programme auf dem kleinen Minirechner neu. Jetzt dürfte die Ausspionierfunktion dieser angeblichen Downloadfirma ein Ende haben.

02.10.2008 Donnerstag
Das Mailfach muss auch noch bearbeitet werden. Da sind einige Rückantworten gefordert. Erfreulicherweise funktioniert jetzt auch wieder die Weiterleitung an meine persönlichen Mailadressen.

Nach der Heimfahrt geht es mit dem Einrichten der Computerprogramme weiter. Durch eine Komprimierung kann auf dem C-Laufwerk einiges an Platz geschaffen werden.

Der Rechner mit dem neuen Atomprozessor läuft jetzt wie ein Schweitzer Uhrwerk – eine richtige Freude.

09.10.2008 Donnerstag
Der restliche Nachmittag dient dazu, den FTP-Serverzugang zu dem neuen Server zu programmieren. In dem Forum kann ich unschwer erkennen, dass es da anscheinend ein paar knifflige Hürden gibt.

Es ist schon nach Mitternacht, als auch die letzte Mailadresse endlich funktioniert. Wenn man es weiß, wie es geht, erscheint alles im nachhinein sehr einfach.

09.10.2008 Donnerstag
Das Sprachsyntheseprogramm will ich noch auf dem kleinen Rechner installieren – da bin ich echt gespannt ob dies funktioniert. Die Leistungsfähigkeit dieses Winzlings wurde ja schon des öfteren im Internet und bei diversen Bewertungen gelobt, aber ob er dies packt?

Die Installation startet auf jeden Fall mal recht erfolgreich. Ich muss nur darauf achten, dass ich keine Neuinstallationen auf dem virtuellen C-Laufwerk vornehme. Der Minirechner hat keine Festplatte – sondern läuft ausschließlich mit speziellen Speicherkarten. Auf dem virtuellen C-Laufwerk sitzt das Basisbetriebssystem. Wenn man diesen Speicherbereich zumüllt, dann ist es vorbei mit der Freude. Der nächste Speicherbereich, das virtuelle D-Laufwerk bietet 8 GB Platz – kann man einiges an Programmen aufspielen bis es voll ist. Für den Benutzer gibt es noch einmal 16 GB an nichtflüchtigem Arbeitsspeicher. 2 GB arbeiten für das System als RAM-Speicher. Das macht das System so schnell wie noch kein Rechner zuvor gelaufen ist.

Als die Meldung kommt, dass das Programm jetzt gestartet werden kann, bin ich echt gespannt. Ein Test beweist, es funktioniert alles zur besten Zufriedenheit.

13.10.2008 Montag
Nach dem Abendessen wartet noch ein wenig „Computerarbeit“ - ein kleines Exzellprogramm erstellen.

14.10.2008 Dienstag
Als ich die Mails im Rechner sichte, kommt schon wieder der nächste Ärger zutage. Da will doch tatsächlich dieser Downloadanbieter, bei dem ich mich versucht habe, anzumelden und dann letztendlich nach mehreren erfolglosen Versuchen sich der Rechner aufgehängt hat, fast hundert Euro für sein Programm haben. Das ist ja ein ganz linker Versuch schnell an das Geld anderer Leute zu kommen – für verursachten Ärger auch noch Geld verlangen.

15.10.2008 Mittwoch (am frühen Morgen)
Kurz schaue ich im Internet, ob es diese Firma noch gibt – die verschwinden manchmal über Nacht damit niemand ihre Machenschaften aufdeckt. Tatsächlich bietet diese Firma immer noch das freie OpenOffice 3.0 als Download an. Da ich die Altversion 2.4 von OpenOffice aber über Chip Online auf den Rechner geladen habe, und dieses Downloadprogramm als frei im Internet verfügbar deklariert ist, muss OpenDownload zu diesem Programm verlinkt gewesen sein – wie sonst hätte sonst eine Nutzung registriert worden sein können. Den Brüdern werde ich heute Abend einen Brief schreiben – das ist wirklich mehr als kriminell was die da treiben.

15.10.2008 Mittwoch (am Abend)
Ich schreibe einen Brief an die Firma, welche für ein offensichtlich nicht funktionsfähiges Programm, ja eher gefährliches Programm, eine Rechnung geschickt hat. Das lustige an der Geschichte ist die Tatsache, das beim Aufruf dieses Programms der bis dahin gut laufende Rechner sich das erste mal aufgehängt hat und selbst jetzt, nach einer vollständigen Neuinstallation aller Programme, ab und zu immer noch Probleme auftreten. Vermutlich liegt es daran, dass eine mehrfache Verlinkung zu anderen Programmen stattgefunden hat und dann das Virenerkennungsprogramm dem Ganzen dann mit Gewalt den Garaus gemacht hat bevor noch mehr Daten verloren waren. Da muss irgend etwas in der Registrierungsdatei passiert sein. Dass am nächsten Tag dann sämtliche zuvor mühsam eingerichteten Mailprogramme auch nicht mehr adressierbar waren, bedeutete schon eine heftige Sache. Ich konnte praktisch vom Betrieb aus keines der Mailprogramme mehr erreichen, welche mit dem neuen Rechner eingerichtet worden waren. Die Feuerwall des Werkrechners hatte bestimmt irgend eine unbekannte nicht vertrauenswürdige Signatur erkannt. Eine wirklich böse Überraschung.

So wie es aussieht, verspricht dieses Programm zwar Sicherheit beim Downloaden, führt aber letztendlich dazu, dass der Rechner zum Schluss gar nichts mehr macht. Das ist fast schon makaber, aber so kann dann wirklich kein Virenprogramm mehr auf den Rechner gelangen – leider aber auch kein anderes Programm. Ich schreibe den Verantwortlichen von OpenDownload, Betreiber dieses Programmes, dass ich in keinem Fall für so einen Ärger auch noch eine Gebühr bezahlen werde, geschweige denn eine Mitgliedschaft für zwei Jahre bestätige.

Natürlich forsche ich nach, ob nicht Chip Online, von dem letztendlich die Altversion von OpenOffice gedownloadet wurde, mit den Betreibern von OpenDownload lizenzmäßig zusammenhängen. Allerdings ist der Download bei Chip Online als ausdrücklich Gebührenfrei deklariert. Vermutlich ist die Verlinkung, oder wie auch immer dies bewerkstelligt wurde, von OpenDownload zu (letztendlich) Chip Online gesetzlich gar nicht zulässig – und vor allen Dingen nicht als Nutzung in Rechnung stellbar. Sehr raffiniert gemacht das ganze, das muss ich schon neidlos anerkennen. Wäre der Rechner nicht abgestürzt, das würde normalerweise kein Mensch merken, dass er praktisch die Daten von einem eigentlich „freien“ Downloadanbieter geliefert bekommt und OpenDownload dann die Gebühren dafür kassiert. Da muss ich in den nächsten Tagen mich noch schlau machen, ob man nicht in so einem Fall Schadenersatz für die verlorenen Manuskriptdaten von der Betreiberfirma von OpenDownload verlangen kann – denn es scheint so gut wie sicher, dass diese ganze Verlinkerei, Spam, Trojaner, oder was immer da auch gedreht wurde, im Hintergrund zu dem Systemabsturz geführt hat.

Das verlorene Manuskript habe ich inzwischen wieder in wichtigen Passagen nachgeschrieben. Leider ist immer der erste Gedanke das eigentliche Original. Das ist praktisch mit nichts ersetzbar. Da kommt doch der Ärger hoch, wenn eine Firma absolute Sicherheit verspricht, und im Nachhinein genau das Gegenteil eintritt und vermutlich der gesamte Rechner doch noch einmal komplett plattgemacht und neu installiert werden muss. Wer weiß was die Burschen da im Hintergrund noch alles heimlich mit auf die Festplatte gepackt haben - da getrau ich mich praktisch vor einer Neuinstallation fast nicht mehr ins Internet – selbst mit dem installierten Virenprogramm als Schutz.

Ich brauche ein Weilchen, den Ärger mit der ominösen Softwarefirma aus meinen Gedanken zu verdrängen und mich auf die Weiterführung meines neuen Buches zu konzentrieren. Leider kann man Gedanken nicht unterbinden. Hätte das Ganze nicht einfach funktionieren können? Selbst bei einer angemessenen Gebühr für ein richtig gut funktionierendes Programm wäre die Welt in Ordnung gewesen. So ist die Freude über den neuen Rechner dahingeschmolzen wie Eis in der Sonne und vermutlich machen die Betreiber auch noch Ärger bis die ganzen Daten wieder sicher gelöscht sind. Freiwillig verraten die bestimmt nicht, was da alles heimlich durch die Feuerwall gekrochen ist. So wie es aussieht, muss ich mich jetzt doch auch noch speziell der „Computer-Programmiertechnik“ widmen.

12.10.2008 Freitag
Ich nutze die Ruhe des Hauses um ein wenig an meinem Manuskript weiterzuschreiben.

Zur Sicherheit speichere ich das File dieses mal zusätzlich auf eine externe Festplatte. Irgendwie stolpert der Rechner immer noch seit dem Systemabsturz, alles dauert ungewöhnlich lange bis ein Programm aufgemacht wird – da muss irgendwo noch ein Fehler auf der Festplatte sitzen. Das Virenscannerprogramm habe ich zwar schon jetzt dreimal alles detailliert durchsuchen lassen, aber es wurde nur die Meldung angezeigt, dass nichts gefunden werden konnte. Das Betriebsprogramm dieses Rechners neu zu installieren ist eine heikle Sache – das sind völlig neue Hardwarekomponenten deren Funktion ich zuerst einmal kennen lernen muss.

Vielleicht hat diese Downloadfirma ein noch unbekanntes Virenscannprogramm auf die Festplatte geladen welches sich mit dem Betriebssystem nicht verträgt – das würde den Systemabsturz vielleicht erklären. Allerdings war bei den Allgemeinen Geschäftsbedingungen keinerlei Hinweise auf eine solche Prozedur erwähnt – und auch keine Einschränkung, dass dieses Programm nur auf bestimmten Rechnern läuft.

Anstatt einem sicheren Betriebssystem jetzt den tagelangen Ärger mit einem mehr als unsicheren Arbeitsrechner – so habe ich mir die Sache wirklich nicht vorgestellt. Da hilft alles nichts – ich muss die Zeit investieren und das Betriebssystem des Rechners und anschließend alle Programme neu installieren – sobald ich mich schlau gemacht habe, wie man das Betriebssystem konfigurieren muss.

18.10.2008 Samstag
Viel ist über das Betriebssystem des neuen Rechners nicht geschrieben. Normalerweise ist da beim Kauf alles installiert und eingerichtet. Da werde ich wohl oder übel einen Softwarespezialisten zu Rate ziehen müssen.

Als ich mich am Spätnachmittag dem Thema der Datensicherung widme, bleibt für anderes auch nicht mehr viel Zeit.

19.10.2008 Sonntag
Den Rest vom Abend verbringe ich dann mit Datenrekonstruktion. Die Fragmente der verlorenen Dateien müssen wieder ausgelesen und zusammengesetzt werden. Das ist eine mehr als mühselige Arbeit. Immerhin ist das erste Drittel nach ein paar Stunden Arbeit dann doch geschafft.

21.10.2008 Dienstag
Den Rest des Abends verbringe ich mit Datenrestauration – ich kann nur kurz ins Forum für Schriftsteller schauen – es reicht einfach die Zeit nicht mehr, um die Datenregeneration sonst fertigzubringen.

24.10.2008 Freitag
Am Abend beschäftige ich mich mit der Downloadfirma welche mir auf meine Anfrage nach dem nicht funktionsfähigen Passwort eine richtig kuriose Antwort geschickt hat. Inhaltlich ist der Text im Grunde genommen nicht auf meine Anfrage bezogen, sondern so ein juristischer Schwachsinn, dass ich den Gedanken an einen Versuch, die Fehlerursache in Bezug auf das angebotene Programm von dieser Firma auf vernünftige Weise zu klären, noch einmal revidiere.

Eine veröffentlichte Information des Herstellers dieses Programms ergibt erstaunliches: Das Programm ist auch in der neuen Version frei erhältlich – nicht wie in der Werbung dieser Downloadfirma ausgewiesen, an eine kostenpflichtige Mitgliedschaft gebunden. Das würde bedeuten, dass ich praktisch Geld für Nichts bezahle. Jetzt ist der Abend gelaufen – da muss ich doch etwas tiefer im Netz nachforschen.

Nachdem ich einige Leserbriefe zu den Erlebnissen mit dieser Downloadfirma gelesen habe, muss ich eigentlich von Glück sprechen, dass der Rechner bei dem Downloadversuch abgestürzt ist – sonst wäre der Scheck schon längst an die Bank gegangen. Natürlich ärgerlich, dass dabei eines meiner bereits lektorierten Manuskripte fragmentiert wurde. Das wird noch sehr viele Stunden dauern, bis alle Daten von diesem File rekonstruiert sind.

Diese Firma betreibt tatsächlich mit Programmen Werbung für eine kostenpflichtige Mitgliedschaft, welche vom Originalhersteller jedem Benutzer kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Das ist in juristischem Sinn eine unzumutbare Verhältnismäßigkeit von Leistung und geldwerter Forderung, dass darauf praktisch kein Vertrag begründet werden kann.

Ich gebe der Firma deshalb eine schriftliche Information, dass ihre Art der Werbung in grob fahrlässiger Art und Weise den Kunden in die Irre führt. In der Meinung, für das Benutzen des in der Werbung stehenden Programmes eine Anmeldegebühr bezahlen zu müssen und dafür ein Anspruch auf Update zu bekommen, erhält man ein Programm, welches vom Hersteller frei im Internet zur Verfügung gestellt wird und keinesfalls irgendwelche Ansprüche auf Update bestehen. Das nennt man auf gut schwäbisch Betrug.

Normalerweise liest man die AGB einer lukrativen Firma nicht unbedingt mit den Gesetzbüchern in der Hand – ich beschäftige mich jetzt allerdings genau in dieser Konstellation noch einmal sehr ausgiebig mit den ABGs dieser Firma – und natürlich auch mit all den Mails, Anfragen, Antworten, Mahnungen.

Aber Hallo – da kommen ja ganz neue „Gesetze“ zu Tage. Zum Beispiel droht die Firma Minderjährigen Strafverfolgung an, wenn sie ihr Geburtsjahr falsch eingeben. Das ist ja lustig. Man stelle sich vor, ein Kind meldet sich bei dieser Firma ohne Wissen seiner Eltern an. Ohne Unterschrift der Eltern kein Vertrag – und keine Strafverfolgung bei nicht erreichter Strafmündigkeit – zumindest nicht nach den gültigen Gesetzen, die ich im BGB und im STGB finden kann. Das geht praktisch gerade so weiter – ein Schwachsinn nach dem anderen. Am Ende kann man eigentlich nur zu einer Erkenntnis kommen: Diese Firma scheint nur ihre Kunden abzocken zu wollen und verstößt dabei nicht nur gegen ein Gesetz der Strafverfolgung.
Jetzt wird mir auch klar, warum die so seltsam auf meine Anfragen geantwortet haben: Die wollten keine offene Fragen klären, sondern möglichst schnell ihren Beschiss bezahlt bekommen bevor die Behörde hinter ihr Treiben kommt.

So nicht! Jetzt durchforste ich das Internet nach mehr Informationen. Die Häufigkeit, mit der Kunden von dieser Firma mit einer irreführenden Werbung hereingelegt wurden, ist mehr als erschreckend. Viele waren sich nicht bewusst, überhaupt etwas bezahlen zu müssen – die meisten allerdings waren der Meinung, für das in der Werbung dargepriesene Programm bezahlen zu müssen. Als ich mein Wunschprogramm aufrufe, steht dort ähnliches: Der Hersteller verlangt keine Entlohnung und hat bereits rechtliche Schritte gegen die Downloadfirma eingeleitet.

Im Gesetzbuch steht eindeutig, dass ein Vertrag nichtig ist, der unter dem Vorsatz von Betrug abgeschlossen wurde. Da ich davon ausgehe, dass das deutsche Recht Vorrang vor dem hausgemachten juristischen Maßnahmenkatalog dieser Downloadfirma hat, werde ich jegliche Art von Zahlungsleistungen an diese Firma verweigern. Da geht fast die halbe Nacht dabei drauf – aber zum Schluss steht eindeutig fest: Diese Firma handelt offensichtlich in äußerst aggressiver Art, um nicht zu sagen betrügerisch, um an das Geld anderer Leute zu kommen.

Nachdem ich nun alle möglichen Gesetze gelesen, und die Enttäuschung darüber überwunden habe, dass solche betrügerisch anmutend handelnde Firmen ihr Unwesen treiben können, ist es Zeit, endlich an Nachtruhe zu denken.

25.10.2008 Samstag
Wieder zu hause angekommen beschäftige ich mich noch ein Weilchen mit der Downloadfirma und ihren dubiosen Zahlungsaufforderungen. Da muss alles in einem Pfad zusammengestellt sein – nur zur Sicherheit, wenn es zu einer weiterführenden Rechtsstreitigkeit kommt.

27.10.2008 Montag
Nach dem Abendessen bearbeite ich meine privaten Mailboxen. Da ist mal wieder ein liebes Mail von dieser Download-Computerabstürz-Firma dabei. Die will immer noch Geld für eine nicht erbrachte Leistung und hat noch mit keinem Wort Stellung zu dem von ihr verursachten Schaden genommen. Immerhin haben sie jetzt ihre Werbung geändert. Allerdings verbirgt sich bei näherer Betrachtung noch immer die gleiche Absicht wie zuvor: Den Kunden in die Irre zu führen. Diese Firma scheint definitiv eine Scheinfirma zu sein, die auf recht raffinierte Art und Weise versucht, unrechtmäßig an das Geld anderer Leute zu kommen. Wenn man die sich stetig ändernden Geschäftsbedingungen liest, stellt man sehr schnell fest, dass deren Grundsätze nicht aus den Gesetzbüchern stammen, sondern bestimmt von der Vereinigung deutscher Knastrechtlinge gemacht worden sind. Eines steht fest: Wer bei der Firma Geld auf deren Konto überwiesen hat, sieht keinen Cent mehr davon und hat im Endeffekt keinerlei Leistung erhalten sondern nur Frust und Ärger. Da bin ich jetzt mal echt gespannt, wie weit da eine Inkassofirma bereit ist, bei diesem höchstwahrscheinlich vorliegenden Betrug mitzumachen.

28.10.2008 Dienstag
Nachdem ich meine Mails abgerufen habe, ist auch wieder ein liebes Mail von dieser Downloadfirma dabei. Ich glaube fast, dass die Burschen kein Deutsch lesen können – die schreiben fast immer den gleichen Schwachsinn. Aber man sollte nie unhöflich sein – drum mache ich sie wiederum auf ihre „kleinen“ rechtlichen Fehler in der Werbung ihrer Homepage aufmerksam. Beim letzten mal wurde doch tatsächlich am nächsten Tag das Erscheinungsbild ihrer Werbung geändert. Jetzt bin ich echt gespannt, wie sie es dieses mal hintricksen wollen, dass niemand die versteckte Aufforderung zur kostenpflichtigen Mitgliedschaft entdeckt. Das ist ein lustiges Spiel mit ernstem Hintergrund.

Es gibt natürlich am Abend auch ein paar ernstere Arbeiten als mich mit dieser Firma zu beschäftigen, ich muss noch ein paar Buchungen durchführen.

30.10.2008 Donnerstag
Die Mailkontos müssen auf dem Server noch einmal getestet werden. Seit dem Rechnerabsturz gab es immer wieder diverse „Hänger“ bei der Datenübermittlung und ich habe die Kontos deshalb neu eingerichtet.

Nach dem Start kommt zumindest einmal keine Fehlermeldung dass die Daten beim Empfänger nicht übermittelt werden können. Bei einem Konto erscheint allerdings die Anzeige des Übermittlungscodes anstatt des Mailkontonamens. Das will ich noch schnell ändern.

Diese Aktion wird mit einer Fehlermeldung quittiert. Nachdem ich auf dem Server die Mailkontenverwaltung aufgerufen habe, ist das Rätsel schnell gelöst: Das Mailkonto wurde gesperrt.

Nach dem Löschen und neu aktivieren mit neuer Passwortzuweisung funktioniert auch dieses Konto wieder richtig.

Solche Arbeiten brauchen Zeit – viel Zeit.

04.11.2008 Dienstag
Als ich die Registry des Computers auch gleich bei der Gelegenheit durchforste, entdecke ich einige Doppeleinträge. Vermutlich bei dem Systemabsturz verursacht.

Ein vom Internet geladenes freies Programm hat sich bei anderen Rechnern als sehr gut erwiesen, solche Doppelbuchungen wirksam löschen zu können. Der Installationsprozess funktioniert recht gut und nach einer halben Stunde sind alle unnützen Registryeinträge gelöscht.

Den Rechner neu gestartet zeigt sich, dass er jetzt um einiges schneller mit den Programmen klarkommt. Allerdings zeigt die Uhr schon eine recht nachmitternächtliche Zeit an, als ich mit allem fertig bin.

06.11.2008 Donnerstag
Auf dem Atomprozessorrechner sind inzwischen sehr viele Dateien im Original gespeichert. Da gibt es allerdings keine Festplatte sondern die weitaus schnelleren nichtflüchtigen RAM-Speicher. Bekanntlich kann man solche Speichermedien recht leicht „verstrubeln“. Also mache ich eine Hardcopy von allen erstellten Dateien auf eine DVD. Bis jetzt hat es auf diesen Speichermedien im Rechner im Gegensatz zu den Memorysticks noch keine Datenverluste gegeben – auch nicht bei einem Systemabsturz – aber sicher ist sicher.

07.11.2008 Freitag
Nachdem ich mich ein Weilchen mit dem Nachbarn unterhalten habe – rein technische Dinge über Heizungssysteme – gehe ich ins Haus und sortiere meine eigene Post.

Da sind doch tatsächlich zwei Briefe von einem Rechtsanwalt mit dabei. Der Name kommt mir sofort bekannt vor - es ist der Anwalt dieser Geld-für-Nichts-Downloadfirma. Der schickt gleich zwei Briefe auf einmal – einmal bescheissen reicht dem wohl nicht.

Als ich die Briefe öffne, will der Anwalt doch tatsächlich die ausstehende Rechnung über eine Mitgliedschaft einklagen, die überhaupt nicht zustande gekommen ist. Dass ich der Firma gleich geschrieben, und einen möglicherweise bestehenden Vertrag sofort gekündigt habe, steht dort mit keiner Silbe. Da der Rechner bei dieser Geschichte abgestürzt ist, gab es keinerlei Bestätigung über eine Mitgliedschaft – eine Leistung wurde ebenfalls in keinem Fall erbracht.

Die nachträgliche Recherche aufgrund des mehr als unüblichen Geschäftsgebarens dieser Firma nach meiner Reklamation und sofortiger Kündigung hat eindeutig ergeben, dass diese Firma ein Programm verkaufen wollte, das vom Hersteller nicht für den Verkauf durch diese Firma freigegeben worden ist. Da wurde praktisch geistiges Diebesgut zum Verkauf angeboten, unter dem Vorwand, man könne es nur benutzen, wenn man sich kostenpflichtig einloggt. Dass es sich aber gar nicht einloggen lässt, im Gegenteil der Rechner sogar zum Aufhängen kommt, das merkt man leider erst viel zu spät.

Als ich weiter im Internet recherchiere, finde ich viele andere Nutzer, denen genau das gleich passiert ist, die aber inzwischen vor dem Problem stehen, ihr bereits gezahltes Geld von dieser Geld-für-Nichts-Firma wieder zurück klagen zu müssen.

Die Verbraucherzentrale rät in jedem Fall, nicht zu bezahlen sondern eher Strafanzeige gegen diese "Firma" zu stellen. Die verlangen praktisch viel Geld für Nichts, beziehungsweise für Waren, die ihnen gar nicht gehören und zu deren „Verkauf“ sie keinerlei Berechtigung haben – und in ihrer ersten Werbung haben sie eindeutig, wie nachträglich festgestellt, sich mit den Programmen anderer Hersteller vorsätzlich ungesetzlich bereichern wollen. Ob es sich in rechtlichem Sinne um eine groß angelegte Abzockerei handeld, muss erst ein Gericht klären (was allerdings nicht schwer fallen dürfte). Die haben inzwischen zwar ihre Werbung geändert, aber das Original habe ich immer noch als Hardcopy zur Hand.

Ich habe Gottseidank zwei Regeln: Erstens wird nicht bezahlt bevor die Leistung tatsächlich bestätigt erhältlich ist, und zweitens, bei jedem Vorgang einer Programminstallation wird mitprotokolliert um später den gleichen Vorgang noch einmal nachvollziehen zu können.

Wenn der Rechner später einmal neu installiert werden muss, kann man sich dieser Protokolle bedienen. Bei der Downloadfirma ist der Rechner beim zweiten Versuch zwar abgestürzt und hat keinen Mucks mehr gemacht, aber der erste Teil des Protokolls mit dem „Originalangebot“ war glücklicherweise noch auf der Festplatte gespeichert.

Da fällt im direkten Vergleich auf, dass in dieser ersten Werbeseite eindeutig das Programm eines fremden Herstellers als „anmeldepflichtig“ deklariert wird. Der Hersteller dieses Programms wiederum stellt seine Programmversionen kostenlos den Usern zur Verfügung und hat sogar ausdrücklich verboten, sie kostenpflichtig irgendwo in die Werbung zu stellen. Das ganze ist nicht verwunderlich, wenn man im Nachhinein liest, dass diese Downloadfirma sich schon in der Vergangenheit auf ähnliche Weise mehrfach des gleichen Delikts schuldig gemacht hat. Was mich jedoch verwundert, ist die Tatsache, dass ein und derselbe „Unternehmer“ immer wieder unter einem anderen Namen ganz legal solche „Firmen“ gründen kann.

Über den „Rechtsanwalt“ liest man auch nicht gerade viel Gutes. Der ist genauso bekannt wie diese Geld-für-Nichts-Firma selbst. Da steht als erster Hinweis, dass man die Unterschrift auf Echtheit prüfen soll – einen offensichtlichen Versuch, sich am Rande der Legalität (oder auch ein "wenig" darüber)horrende Gebühren und Auslagen zu "genehmigen", könne man erkennen, wenn die Unterschrift nicht im Original geschrieben, sondern auf das Formular kopiert sei. Nun sieht man leider bei einen Laserdruck keine Unterschiede mehr zwischen Handgeschriebenem und Kopiertem – außer der angebliche Rechtsanwalt ist so vermessen und schickt gleich zwei dieser „Verfügungen“. Nach dem Einscannen und Mustervergleich steht eindeutig fest: Diese Unterschriften sind 100% in das Formular einkopiert – kein Mensch auf der Welt kann eine Unterschrift ganz genau gleich und identisch auf zwei verschiedenen Formularen von Hand abzeichnen. Also scheint auch hier einiges nicht zu stimmen.

Im Internet gibt es den Rat, entweder gar nichts zu unternehmen, oder aber einen kurzen Text mit dem Inhalt, dass kein Vertrag mit der Downloadfirma besteht und deshalb auch nicht bezahlt wird, an die Anwaltsadresse zu schicken. Da wird natürlich auch gleich vorgewarnt, dass diese angeblichen „Anwälte“ dann recht schnell weitere Drohbriefe schicken. Die solle man dann ignorieren – die Mitteilung, dass es keinen Vertrag gibt, ist dem „Anwalt“ ja hinlänglich bekannt und deshalb muss er einen Richter finden, bei dem er seine Forderungen vorbringen und begründen muss. Da hat ihn das Gesetz dann meist selbst am Wickel weil ja dann der gesamte Vorgang des versuchten Betruges ans Tageslicht gezerrt wird. Die Rechtsberatung rät in diesem Fall zu viel Geduld – irgendwann haben diese Firmen so viele Gegenklagen am Hals, dass sie ihre Pforten dicht machen und sich eine neue Schwindelei ausdenken müssen um an das Geld anderer Leute zu kommen.

Ärgerlich ist die ganze Sache allemal. Viel Zeit und Ärger in diese Geschichte investiert, der Rechner abgestürzt und mit ihm wichtige Daten auf einem Speicherstick. Eigentlich müsste man diese Firma auf Schadensersatz und Aufwandsentschädigung verklagen. Leider ist so etwas mit wenig Erfolg beschienen – diese Art Firmen sind bekanntlich meist nur „Briefkastenfirmen“ mit dem Sitz irgendwo im Briefkasten an der Hauswand eines alten Hauses. Da ist für einen Brief selbst das Porto rausgeschmissenes Geld.

Noch ärgerlicher wäre die ganze Sache gewesen, wenn das mit dem Download funktioniert, und ich im nachhinein erfahren hätte, dass mir da ein freies Programm als „kostenpflichtig“ verkauft worden wäre. So wie aus vielen Berichten zu lesen ist, ist eine Rückforderung von bereits geleisteten Zahlungen, nachdem der Vorgang als Betrug aufgedeckt wurde, noch schwieriger – um nicht zu sagen so gut wie nie mit Erfolg gekrönt. Trotzdem sollte man allein schon für diesen wochenlangen Ärger Schadensersatz von diesen Burschen einklagen – vermutlich können solche Vermittler des Abzockgefühls an ihre unfreiwilligen "Kunden" nur in Deutschland unter dem Deckmantel der Gesetze derart ihr Unwesen treiben – in einem anderen Land säßen die schon lange zur Strafe im Bergwerk und würden Steine klopfen.

Man lernt leider immer öfter dazu, dass von manchen wieder und wieder versucht wird, ohne zu arbeiten an das Geld anderer Leute zu kommen.

Fortsetzung folgt




~*~ Werner May ~*~



©2008 by Aabatyron. Jegliche Wiedergabe, Vervielfaeltigung oder sonstige Nutzung, ganz oder teilweise, ist ohne vorherige schriftliche Genehmigung des Autors unzulaessig und rechtswidrig.

Kommentare


Von Aabatyron
Am 08.03.2009 um 02:09 Uhr

Leider kann man in den Foren immer noch von vielen betroffenen Personen lesen, die auf die Masche von OPENDOWNLOAD reingefallen sind. Es gibt nur einen Rat: Für diesen offensichtlichen Betrug ja nichts bezahlen, egal welche Mails oder mit kopierten Unterschriften versehenen Drohbriefe die auch schreiben - das Geld ist sonst ohne Gegenleistung weg. Vor einem Gericht werden die Burschen bestimmt nichts einklagen, da würde jeder normale, dem Gesetz dienende Richter zuerst diese Burschen samt ihren Geldeintreibern einsperren.


Von Aabatyron
Am 13.11.2008 um 23:45 Uhr

Die Burschen sind mutig und die Firmenanschrift mit Gerichtsstand ist tatsächlich in Deutschland:

Content Services Ltd.
Mundenheimer Straße 70
68219 Mannheim

Umsatzsteuerid: DE258263766
Handelsregister: HRB 703297, Amtsgericht Mannheim

Der Manager allerdings sitzt momentan sicher (zumindest meint er dort sicher zu sein) im Ausland. Den Namen darf ich leider aus Datenschutzgründen nicht nennen.

Ich finde es ganz gut wenn die Firmenanschrift mit Gerichtsstand in Deutschland liegt - da hat jeder Geschädigte wenigstens gleich die Adresse und die zuständige Staatsanwaltschaft zur Hand um sein Geld wieder zurückzuklagen oder Schadensersatzansprüche sowie Auslagenersatz geltend zu machen.


Zum Thema Datensicherung: Vermutlich ist die Sicherung auf Festplatten der wohl sicherste Weg - da nehme ich allerdings meist nur die wirklich "wichtigsten" Daten zum speichern. Es ist es mir aber auch schon passiert, dass eine der größten (und ausgerechnet teuersten)Festplatten durch einen Lagerschaden sich buchstäblich in Einzelteile zerlegt hat - aus war es mit Daten zurückladen - einer der Leseköpfe hatte einen mächtigen Crash mit den Platten vollführt.
Du hast recht - man sollte Daten am besten immer auf zwei Festplatten oder Datenträgern sichern.

Noch eine Frage aus reiner Neugier: Wie viel Traffic kommt eigentlich durchschnittlich pro Monat bei letter-factory zusammen?



~*~ Werner May ~*~


zuletzt geändert am 14.11.2008 um 00:37 Uhr.


Von Webmaster
Am 13.11.2008 um 22:40 Uhr

Auf DVDs sichern habe ich mir schon lange abgewöhnt. Nicht sicher genug (Lebensdauer) und zu wenig Platz *g auf dem Medium.

Und mit dem mangelnden Platz musst dann wieder überlegen, was du wie sicherst. So habe ich 1:1 Kopien aller Festplatten (inklusive die meines Netbooks und externer Platten) auf den Terabyte-tiefen Datengräbern. :-))))

Zu OpenDownload ... Ich habe mich nicht intensiv mit der Firma beschäftigt, aber wo hat die ihren Firmensitz? Ich vermute mal nicht in Deutschland.

Diese andere Firma mit den "Lebenstests" war ja eine Scheinfirma mit Sitz in der Schweiz, aber wie OpenDownload (ein Mitläufer mit einer anderen Idee) ist sogar schon eine Registrierung gebührenpflichtig. Ich mache hier was falsch. Auf letter-factory kann man sich kostenlos anmelden. NOCH!!! ;-) Nein.

Denen wird das aber egal sein - wobei dieses Konzept teurer wäre als das andere, da jeder OpenSource-Programmierer klagen kann - denn die verdienen durch die Angst der Leute.

Ich bin ja seinerzeit auch auf dieses "Wie alt wirst du?" hereingefallen. Habe mich dort auch angemeldet und wollte spaßes halber diesen Test machen. War mir dann aber zu blöd diese Klickorgie. Ich fand nicht mal den Test. Hab dann den Browser geschlossen und gut.
Ne Wocher später flatterte mir ne Rechnung per eMail rein. Adressiert auf Donald Duck in Entenhausen.

Glauben die allen Ernstes, dass ich die bezahlt hätte? Selbst wenn da mein richtiger Name dringestanden hätte.

Dann kamen Einschüchterungsversuche mit Androhung von Inkassounternehmen usw. "Jaaaa, macht mal Jungs." :-)
Habe denen nur eine bitterböse Mail geschickt und sämtliche weitere eMails gleich gelöscht.
Nach 3 Monaten haben sie dann gemerkt, dass sie von mir alles kriegen werden, nur kein Geld.

Daher ist es das Beste, mit OpenDownload genau so zu verfahren.
Für Freeware musste man noch nie etwas zahlen, es sei denn, den Materialwert (CDs, Handbücher, Box) wenn man es im Laden kaufen möchte oder aber übers Internet eine CD geschickt bekommt.


Von Aabatyron
Am 13.11.2008 um 21:27 Uhr

Ich mache gewöhnlich die Datensicherung immer auf DVD - wenn da die Sessions geschlossen sind, kann praktisch nichts mehr passieren.

Allerdings lässt man sich immer mal wieder dazu verleiten, auch ein etwas größeres File bis zur "Sicherung" in einem Memorystick aufzubewahren. Wenn bei einem Stick der Rechner unerwartet anstürzt, kann dadurch das File teilweise oder auch vollständig unlesbar werden.
Zumindest sind die letzten Bearbeitungen meist verloren.

Dass diese Computerabstürz-Downloadfirma ein echtes Windei ist, merkt man leider erst, wenn da plötzlich eine seltsame Mail über eine angebliche Mitgliedschaft ins Haus flattert.

Bei der genauen Prüfung ihrer ABG nach gültigen deutschen Gesetzen merkt man allerdings recht schnell, dass da in keinem Fall ein Vertrag zustande kommen kann oder gekommen ist.
Da stimmt praktisch gar nichts:
Minderjähre können keine Verträge abschließen.
Strafunmündige können nicht strafverfolgt werden.
Kosten stehen in keinem Verhältnis zur Leistung.
Über 40€ muss ein Widerrufsrecht eingeräumt werden. Die Aussetzung des Widerrufsrechtes gilt nur, wenn die Leistung sofort erfolgt und das Endgelt unter 40€ liegt - sofern die Leistung in angemessem Verhältnis zur Entlohnung steht.
Der Kunde kann jederzeit bei Nichterfüllung der vertraglich zugesicherten Leistung kündigen.
Nicht dafür freigegebene Programme dürfen nicht "kostenpflichtig verkauft" werden - da würde man sich sogar bei Bezahlung wegen Beihilfe zur betrügerischer finanzieller Schädigung Dritter strafbar machen. Da die Downloadfirma vermutlich keinerlei Lizenzen zum kostenpflichtigen Verkauf für die ursprünglichen Freewareprogramme besitzt, muss im Prinzip keiner bezahlen - mit oder ohne Mitgliedschaft.
Wer in der Werbung ein Produkt anbietet, muss es auch für den Verkauf in der gleichen Art und Funktion in üblichen Verkaufmengen bereitstellen - wie man dies straffrei mit Programmen macht, die vom Hersteller nicht zum Verkauf freigegeben sind, muss erst noch erfunden werden. Da gibt es sogar eindeutige neue EU-Richtlinien.
Und...und...und
Außerdem bekommt man bei einer Anfrage bei dieser Firma so eine "lustige" Antwort, dass praktisch jeder sofort merkt, dass man hier keinen Link zu einem Programm bekommt, sondern so richtig gelinkt werden soll.
Der von der Firma beauftragte Rechtsanwalt muss erst einmal ein gültiges Mandat vorweisen - ansonsten ist er wie jede andere Privatperson zu betrachten. Da könnte ja jeder Rechnungen schreiben und verschicken - mit einkopierten Unterschriften.

Leider müssen diese windigen Unternehmer nur in ihrem Firmennamen einen Buchstaben ändern falls sie ihre jetzigen Pforten zumachen müssen - und schon geht der Beschiss unter neuem Firmennamen fleißig weiter.

Allerdings gibt es auch etwas positives zu berichten: Diese Windeifirma verschafft zwangsläufig zu viel Wissen über Gesetze des Strafrechtes und des BGB und lässt bestimmt jeden Betroffenen beim nächsten "Download" um einiges vorsichtiger agieren. Na dann, vielen Dank für das nächtelange studierenmüssen der Gesetzbücher.





~*~ Werner May ~*~


Von Webmaster
Am 13.11.2008 um 19:33 Uhr

Opendownload ist derzeit genau so bekannt wie "Wie alt werden Sie?", "Wann wirst du sterben?", usw.

Man kann jedem nur raten: Finger weg von dieser Betrügerseite. Alle Downloads erhält man legal auch auf anderen Portalen und dort wirklich kostenlos.

Wie Aabatyron schon schrieb wird überall geraten, die Rechnungen nicht zu zahlen. Habe letzte Woche auch einen Bericht darüber im Fernsehen gesehen.

Zur Sicheheit sich auch an den örtlichen Verbraucherschutzverein wenden.

Abschließend noch einen kleinen Tipp in Sachen Datensicherheit bzw. Backup für alle.
Ich sichere mehrere Websites und zwei über das Internet verbundene Intranet-Server.
Dies geschieht vollautomatisch via FTP und SSH-Verbindungen und ist für den normalen Nutzer eher uninteressant.
Doch auch die privaten Platten meines Arbeitsrechners sichere ich regelmäßig.
Früher war regelmäßig immer dann, wenn es mir mal wieder einfiel und dann vergleichbar mit Aabatyrons Disaster und den defekten Dateien.

Um aber auch hier wie bei den Websites und Servern einen Automatismus für Regelmäßigkeit einzuführen, benutze ich das kostenlose Programm "Syncback SE".

Es ist im einfachen Modus wirklich leicht zu bedienen und kann per Knopfdruck in den Profimodus gestellt werden. Dort kann der etwas erfahrene Benutzer in Sachen Syncback verfeinerte Einstellungen vornehmen.

Syncback synchronisiert Laufwerke (somit entfällt das zeitaufwändige kopieren aller Verzeichnisse, was nebenbei auch die Platte schont), kann aber auch ganz normal kopieren.
Es lassen sich einzelne Verzeichnisse/Dateien ausiltern, die nicht gesichert werden sollen, man kann einen bestimmtne Zeitpunkt festlegen, wann gesichert werden soll, usw.

Super Sache, nur eines ist zu beachten: Habt Ihr Euch was eingefangen und merkt es erst zwei Tage später, ist dies natürlich auch auf dem Backup-Medium, wenn Ihr den Synchronisationsmodus wählt.

Eine Alternative stellt das Snapshot-Verfahren dar. Wie das genau funktioniert dokumentiert die Seite http://www.heinlein-support.de/web/rsync-backup/

Man synchronisiert täglich, nutzt aber quasi mehrere tägliche/wöchentliche/monatliche Spiegel der Veränderungen und kann so jeden Tag wieder rekonstruieren
Allerdings funktioniert das so nur unter Linux. Wer das unter Windows einsetzen möchte, der muss sich beispielsweise Cygwin installieren, dass ein Linux emuliert und kann dort dann auch das Linux-Bordmittel rsync verwenden und kann dieses dann im Snapshot-Verfahren einsetzen.

Ich nutze das in Kombination mit anderen Sicherungsverfahren jetzt schon mehrere Monate recht erfolgreich und wenn man das einmal zeitgesteuert aufsetzt, fällt das lästige Datensichern, oder das daran denken flach.



zuletzt geändert am 13.11.2008 um 19:37 Uhr.

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