Homepage | Kalender | Mein Profil | Meine Post | Autorenliste | Buchshop
Poesie
Prosa
Verschiedenes
Werkstatt
Forum
Sonstiges

Prosa => Märchen


Die Prinzessin Kap.1 - von Trixy88, 01.11.2008
1. Vermisst

Nördlich von Frudan lag das kleine land Dringdaira, hier lebte die Königsfamilie Van Dringdan. Prinzessin Fahra lebte auf dem Schloss mit ihren Eltern König Klahead und Königin Athienda.
Fahra ritt viel mit ihrer Gespielin Diana aus, sie blickte dann manchmal zu den Baumwipfeln die undurchdringlich schienen und den Eindruck erweckten, als wollten sie nur ganz bestimmte strahlen der Sonne durch ihr dichtes Laub lassen. Der Wald war immer sehr schattig und Kühl. An einem warmen Sommermorgen ritten Fahra mit ihrer Freundin Diana wie sooft, durch den Wald. Plötzlich geschah etwas Furchtbares. Diana wurde von einem maskierten Mann vom Pferd gerissen, auf ein anderes Pferd gezerrt und entführt. Sie stand da wie gelähmt und konnte nichts tun, es war alles so schrecklich für sie.

Fahra machte sich Vorwürfe, ihre beste Freundin war entführt worden und sie hatte nichts getan um es zu verhindern. Sie ritt zurück zum Schloss, jeder sprach sie darauf an, dass sie allein war. Sie wurde auf das Reiterlose Pferd angesprochen, dass sie am Zügel mit sich führte. Aber sie war jedoch viel zu schockiert und nicht in der Lage all diese Fragen zu beantworten. Fahra suchte nach Hinweisen, wer sie ihrer Freundin beraubt hatte. Sie redete mit niemandem darüber, das hätte Diana nicht gewollt, sie wollte nie Klatsch und Tratsch des Adels sein. Aber nach und nach verbreitete es sich doch, dass sie verschwunden war. Jedoch war den Bewohnern des Schlosses ihr verschwinden nicht entgangen.

Auch wenn es zu Anfang Fahra so erschienen war, als habe niemand bemerkt dass ihr Gespielin verschwunden war.
Da Diana keine Eltern hatte, gab es außer Fahra auch niemanden der sich ernsthaft sorgen um sie machte.
Es gab sowohl Gerüchte, dass sie gesehen worden sei als auch welche, dass sie nicht mehr leben würde.
Aber Fahra wollte von alle dem nichts wissen, sie glaubte felsenfest das ihre Freundin noch lebte.
Eines Abends sagte der König zu ihr:
„ Meine Tochter du bist 15 Jahre alt und durchaus Heiratsfähig, ich möchte, dass du Prinzen Vorstellig wirst“
„Aber Vater ich bin noch nicht soweit, bitte gib mir noch zeit“, flehte sie.
„Nein, wenn ich dir jetzt die Zeit gebe wirst du immer wieder um mehr Zeit bitten, deshalb werde ich es nicht tun“, sagte Klahead mit strengem Ton.
„Ja vielleicht hast du Recht Vater, wann soll der Ball stattfinden?“, fragte sie traurig und auch genervt. Sie wollte nicht heiraten noch nicht sie fühlte sich noch zu jung. Aber sie wusste auch, dass er Recht hatte, denn wenn er ihr die Zeit gab, würde sie sich nie bereit für eine Heirat fühlen.
„Er soll in einer Wochen stattfinden ich möchte das du dich entsprechend darauf vorbereitest und du wirst einmal am Tag Tanzstunden nehmen, alles Andere wird hinten angestellt, hast du mich verstanden?“ Sagte er abermals in strengem Ton.
„Ja Vater“, sagte sie und senkte traurig dem Blick.

Es war gerade mal eine Woche vergangen, da sie mit Diana durch die Wälder gejagt war und jetzt war ihre Freundin fort und niemand wusste wohin. Aber sie hatte gesehen in welche Richtung sie geritten waren.
“ Vielleicht kann ich ihre Spur finden“, dachte sie, “Aber ist das nach 1 Woche überhaupt noch möglich“. Also sattelte Fahra ihren schwarzen Hengst Frozen und ritt in die Richtung, in die sie vor einer Woche mit ihrer Freundin los aufgebrochen war. Sie fand auch die Stelle wieder, an der ihre Wege sich leider getrennt hatten. Sie meinte Stimmen zu hören und ritt in die Richtung aus der sie meinte die Stimmen gehört zu haben.

Auf einer Lichtung sah sie eine geschundene und zugrunde gerichtete Frau vor zwei Männern auf dem Boden knien, der rechte Mann redete mit der Frau. Die Frau schien zu weinen, weil der Mann sie scheinbar beschimpft hatte. Der andere empfand Mitleid und hockte sich neben sie und versuchte sie zu trösten. Aber dann richtete die Frau sich auf, sagte etwas für Fahra Unverständliches.
Jedoch machte sie eine Handbewegung die Fahra sehr gut verstand, die Frau wollte allein sein. Die Männer ließen sie aber nicht allein, sondern sie packten sie und zogen sie mit sich und sperrten sie in ein Zelt.
Als sie wieder heraus kamen sagte der eine Mann:
„ Wie heißt sie angeblich? Chiara? Was bildet die sich eigentlich ein, sie meint sie könnte uns einfach Befehle erteilen. Sie ist jetzt Sklavin und keine Dienerin mehr am Königshof von Frudan mehr. Wo hast du die überhaupt gefangen?“
„Na ja ehrlich gesagt, hab ich sie mir auf einem Ausritt geschnappt, wäre ein guter Fang dachte ich. Da war noch eine andere aber die war nicht zu gebrauchen, war total erschrocken und unfähig irgendwas zu tun, deshalb hab ich sie im Wald zurückgelassen. Bezweifle aber, dass sie für Frudan gearbeitet hat, denn sie war für eine seiner Dienerinnen zu Edel angezogen. Sie Sah eher aus wie eine von Van Dringdan, der stattet die ja mit fast denselben Rechten aus wie seine Kinder. Wobei er hat nur ein Kind, ein Mädchen, sie soll demnächst Prinzen vorstellig werden. Aber deren Hofdame ist auch verschwunden. Aber die hieß Diana und nicht Chiara, hoffen wir es zumindest, sonst gibt’s Ärger“, sagte der Andere.
„Was wenn die Andere was gemerkt hat und jetzt diese andere Frau sucht wie lange ist das eigentlich her, Reinch“, Fragte der eine, „Außerdem sind die Namen Chiara und Diana sich sehr ähnlich, oder etwa nicht“
„Tja Franch das wird so 1-2 Wochen her sein. Außerdem kann sie niemanden erkannt haben ich war Maskiert, bin ja nicht dumm. Doch du hast recht die Namen sind sich ähnlich, aber das ist hoffentlich kein Grund zur sorge“, antwortete Reinch.
„Also noch nicht so lange“, gab Franch zufrieden zurück, „ Sch sch ich hab was gehört! Werden wir beobachtet?“
„Nein das bildest du dir ein mein lieber“, sagte Reinch, der sehr wohl was gehört hatte, den es in diesem Moment aber nicht sonderlich interessierte.
Dann gingen die Männer in das Zelt in das sie die Frau Gesperrt hatten und Fahra hatte gerade Verdacht geschöpft das es Diana gewesen sein könnte die vor den beiden Männern gekniet hatte.
Der Mann hatte gesagt es wäre ein anderes Mädchen dabei gewesen die unfähig gewesen war sich zu bewegen genau wie sie als es passiert war. Außerdem hieß sie ja van Dringdan mit Nachnamen. Es war also möglich das ihre Freundin noch lebte, davon war sie jetzt noch mehr überzeugt als vorher. Überlegend, Glücklich aber noch mehr Traurig machte sie sich zurück auf den Heimweg zum Schloss.

Als sie am Schloss an kam war es Zeit für das Abendmahl sie ging in den Esssaal dort saßen schon ihre Eltern und warteten ihr Vater fragte:
„Hast du dich für den Ball nächste Woche gut vorbereitet? Wo warst du den ganzen Tag? Athienda hat schon nach dir suchen lassen“
„ So so hat sie das. Ich war den ganzen Tag draußen im Wald und habe mich mit der Naturkunde beschäftigt“ , log sie, „ Der Ball ist erst nächste Woche wieso sollte ich jetzt schon perfekt darauf vorbereitet sein?“
„Du hast wichtigeres zu tun als irgendwelchen Kindereien im Wald nach zu gehen, es sei denn du suchst deine verschwundene Gespielin. Aber selbst solche Sachen solltest du den Soldaten überlassen.“, sagte er mit trauriger Miene.
„Ja es stimmt ich habe nach Diana gesucht und ich bin auf Sklavenhändler gestoßen. Ich habe mich selbstverständlich versteckt“, sagte sie leise.
„ Hier in diesen Wäldern unmöglich. Hast du irgendwelche Namen mit gehört? Wenn ja will ich sie wissen.“
„Vater ich habe Namen gehört! Aber die werde ich aber nicht sagen denn wenn das an die Öffentlichkeit gerät, verschleppen sie mich wo möglich. Deshalb werde ich ohne Wissen der Öffentlichkeit allein weiter suchen. Ob es dir nun Gefällt oder nicht.“, antwortete sie mit Nachdruck.
„Das halte ich auch für das beste“, meldete sich nun ihre Mutter zu Wort.
„Ich nicht wenn sie gefangen genommen wird, würde ich mir das nie verzeihen. Außerdem so schnell wie man die Sklaverei herein Gerät kommt man nicht wieder hinaus. Ich möchte dass du dir darüber im Klaren bist was du tust, was für Risiken du eingehst und welche Konsequenzen das haben kann. Bist du dir ganz sicher dass du das machen willst? “, antwortete ihr Vater mit besorgter Miene.
„Ja Vater ich bin mir so sicher wie noch nie zuvor“ ,gab sie erleichtert über die Unterstützung der Eltern zurück.
„Unter diesen Bedingungen möchte ich dass der Ball nicht stattfindet“, bat Athienda.
„Aber er muss stattfinden wir haben die Einladungen bereits Verschickt, tut mir leid das lässt sich nicht mehr ändern.“ antwortete er seiner Gemahlin.
„Na gut aber unter der Voraussetzung das Fahra am Freitag den ganzen Tag zu hause ist um beiden Vorbereitungen zu helfen.“, sagte Athienda.
„ Mutter ich werde dir an dem Tag vor dem Ball bei den Vorbereitungen helfen.“, versprach Fahra.

Nach dem Abendessen ging sie noch einmal in den Stall um nach ihren Pferden zu sehen.
Als sie vor Erikas Box stand fing sie an zu überlegen denn wenn sie sich das verhalten der Trächtigen Stute genau ansah bemerkte sie das die Stute
sehr schwitzte.
„Kann es sein? Kann sie jetzt schon ihr Fohlen bekommen?“, dachte sie. Fahra lief sofort zurück ins Haus um ihren Vater und den Guts Tierarzt zu rufen. Der Vater kam sofort mit Dr. Liebsmann dem Guts Tierarzt herbei gelaufen und Fahra hatte sich nicht geirrt die Stute befand sich unmittelbar vor der Geburt ihres Fohlens. Fahra wurde aber gebeten nicht bei der Gebärenden Stute zu bleiben sondern in ihr Schlafgemach zu gehen, in der Nacht wurde ein Hengst geboren. Der Hengst wurde ein paar Tage später Azor genannt.

In den nächsten Tagen ritt Fahra oft zu der Lichtung an der sie die Sklavenhändler gesehen hatte, aber sie waren wie Fahra es vermutet hatte weiter gezogen. Das hielt sie aber nicht vom weiter suchen ab, nun wurde ihr klar das die Sklavenhändler überall hin gezogen sein konnten. Sie ritt bis sie eines Tages bei den Wasserfällen des benachbarten Landes Frudan fündig wurde.
„ Dort sind sie mit den Zelte und den Frauen hingezogen kein schlechtes Versteck“, dachte Fahra. Also fing sie an das geschehen zu beobachten und Wartete. Aber es kam immer öfter vor das ihre gedenken abschweiften und da fiel ihr ein das sie morgen nicht hinaus in die Wälder durfte sie musste zu hause bleiben und bei den Vorbereitungen für den Ball helfen. Ein eigenartiges Geräusch riss sie aus ihren Gedanken. Da sah sie wie jemand eine Frau an den Haaren mit sich zog. Die Frau schrie und Weinte verständlicherweise fand Fahra. Nach einer weile machte Fahra sich auf den Rückweg am Schloss angekommen fühlte sie sich nicht gut sie wollte dem Hausarzt Bescheid sagen aber es war niemand zu hause sie rief nach ihren Eltern aber niemand antwortete. Sie lief durch die räume alles war leer wie konnte das sein noch vor ein paar stunden waren überall Möbel und andere Gegenstände gewesen. Ihre Schwäche riss sie nach unten sie fiel hin und blieb regungslos liegen. Als sie wieder zu sich kam war immer noch niemand da, in ihrem Kopf türmten sich die Fragen.
Wie lange hatte sie geschlafen? Warum war alle fort? Wo waren ihre Eltern? War sie überhaupt bei sich zu hause? Fahra ging nach draußen und stellte fest das sie im falschen Schloss war also ritt sie los um ihr richtiges zu hause zu finden. Schließlich kam sie zu hause an und stellte fest, dass sie gerade noch recht zeitig zu hause angekommen war denn die Vorbereitungen für den Ball waren in vollem Gange. Sie lief zu ihrer Mutter um ihr zu berichten was sie gesehen hatte. Aber einer der Dienstboten versperrte ihr den Weg.
„Charles gehen sie auf Seite ich möchte sofort mit meiner Mutter sprechen.“, sagte sie in barschem Ton.
„ Tut mir leid Prinzessin aber ich kann sie dort nicht rein lassen ihre Mutter befindet sich in einem wichtigen Gespräch.“, sagte Charles.
„ Gut sie wissen ja wie mir scheint in was für einem Gespräch sich meine Mutter befindet gehen sie hinein und sagen sie meiner Mutter das ich dringend mit ihr Sprechen möchte.“, befahl Fahra dem Dienstboten.
„ Aber begreift doch ich kann da jetzt nicht rein gehen eurer Mutter würde das gar nicht gefallen.“, sagte Charles beteuernd.
„ Wisst ihr was es ist mir völlig egal ob es meiner Mutter gefällt oder nicht. Zu dem in was für einem Gespräch befindet sie sich eigentlich?“, fragte Fahra wütend.




©2008 by Trixy88. Jegliche Wiedergabe, Vervielfaeltigung oder sonstige Nutzung, ganz oder teilweise, ist ohne vorherige schriftliche Genehmigung des Autors unzulaessig und rechtswidrig.

Kommentare


Von Aabatyron
Am 02.11.2008 um 00:04 Uhr

Herzlich willkommen im Forum der Hobbyautoren.

Ich finde, du hast einen sehr guten Einstand mit deiner Geschichte geleistet - gefällt mir gut.





~*~ Werner May ~*~

Bewertungen

Bewertung: 2.4/6
(9 Stimmen)

Es gibt 1 Kommentar


Aktionen


QR-Code als Direktlink


Werbung


Suchwolke