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Menosgada - von sicbro, 20.11.2007
Die Höhle

Nach kurzer Zeit ereichte sie den Beginn des Fahrradweges, der zum Staffelberg führte. Sie überlegte kurz, ob sie wirklich auf diese Party gehen sollte – sagte aber dann zu sich selbst, dass sie das jetzt durchziehen müsse, und bog in den Fahrradweg ein. Der Untergrund war recht angenehm zu fahren – kleine Kiesel, ab und zu ein bisschen Matsch – bis die Steigung langsam aber sicher zunahm. Finni schnaufte, fuhr aber tapfer weiter. Als sie den Auto- Parkplatz knapp unter dem Hauptplateau des Berges erreichte, kettete sie ihr Fahrrad an einem Wanderhinweisschild fest.
Finni hatte keine Lust das letzte Stück zu fahren, da es sehr steil war. Und auf dem Plateau brauchte sie es ja nicht. Während sie zu Fuß weiter ging überlegte sie, wo die anderen diese Party wohl abhalten würden. Sie zuckte mit den Schultern und beschloss einfach hoch zu laufen. Schließlich wird diese Party ja nicht ganz im Dunklen stattfinden und das einzige Licht weit und breit dürfte zu finden sein. Finni lief also den von tausenden Touristen, die Jahr für Jahr den Staffelberg besuchen, abgelaufenen Weg weiter.
Oft schon war sie mit ihrer Mutter hier, man kann sagen es war schon eine Art Familientradition. Wenigstens einmal im Jahr musste ein Besuch hier sein. Der Weg führte in einen Wald hinein. Alles war still. Nur hier und da hörte sie die Laute der Nachtvögel und sonstigem Getier, dass um diese Zeit unterwegs war. Langsam wurde es auch dunkel. Finni hielt kurz an und kramte in ihrem Rucksack, um wenig später die Taschenlampe heraus zu holen. Der Schein der Lampe reichte, um ungefähr zwei Bäume weit zu sehen. ´´Also genug Licht um auch später, wenn es stock dunkel ist, den Weg zu finden``, dachte sie. Nach ca. einer viertel Stunde ereichte sie das Hauptplateau. ´´Eigentlich ist hier gar nichts besonderes``, dachte sie. ´´Eine Kapelle, ein Gasthaus, eine große Grasbewachsene Ebene, begrenzt durch einen steinigen Abrund – sonst nichts.`` Finni hatte einmal gelesen, dass das Plateau ca. drei Hektar groß sein soll – aber mit diesen Flächenangaben konnte sie noch nie etwas anfangen.
Sie schaute sich um. „Also wenn die eine Party hier machen würden, müsste ich sie jetzt sehen.“, murmelte sie. Aber da war nichts. Keiner. „Anscheinend haben die mich mal wieder verarscht. Typisch. Und ich falle auch noch darauf herein.“, brummelte sie ärgerlich.
Und nun? Was sollte sie tun? Einfach wieder nach Hause gehen wollte sie auch nicht. Jetzt ist sie schon einmal den ganzen Weg hier herauf gekommen, jetzt würde sie auch eine Weile hier bleiben. Sie lief ein Stück, legte sich dann auf einen der Felsen und betrachtete die Lichter der Stadt, die man von hier oben sehr gut sah.
Es war friedlich und Finni hatte ihren Ärger schon fast wieder vergessen. Oft lag sie schon auf einem dieser Felsen. Ihre Mutter schimpfte sie immer, wenn sie das mitbekam: „Finni, du sollst doch nicht so nahe an den Abgrund gehen. Du fällst mir noch runter!“ Aber Finni tat es immer wieder. Sie mochte die Aussicht, sie mochte den Wind, der die Felswand heraufwehte. Aber noch nie war sie bei Nacht hier. Sie träumte gerade vor sich hin, als sie am gegenüberliegenden Ende etwas schimmern sah. Es schimmerte im gleichen Rot, wie sie es heute in ihrem Zimmer erlebte.
Finni fühlte eine Mischung aus Neugierde und Furcht, aber die Neugierde überwog. Sie stand auf und lief langsam auf das Schimmern zu. Sie wusste nicht warum, aber instinktiv ging sie leicht gebückt, immer bereit sich augenblicklich auf den Boden zu werfen, falls es nötig wäre. Das Schimmern kam aus Richtung eines Felsvorsprunges, den die Einheimischen die „Zwergenhöhle“ nennen. Die Staffelseiner erzählen ihren Kindern, dass es einzt Zwerge auf dem Staffelberg gab, die in dieser „Höhle“ wohnten.
Wie gesagt, es ist nur ein Felsvorsprung und an Zwerge glaubte Finni schon lange nicht mehr. Aber dennoch kam aus dieser Richtung ein Läuchten. ´´Ahh, da machen sie also die Party``, dachte sie und schlich sich weiter langsam an. Die „Zwergenhöhle“ hatte eine Besonderheit: Der Vorsprung ging etwas in den Fels hinein und sein Felsendach hatte eine größere Spalte, so dass man auf ihn nach unten blicken konnte, wenn man vom Plateau aus hinab blickte.
Finni kroch an den Spalt heran. Das rote Schimmern wurde immer heller, bis es ein richtiges, leuchtend rotes Licht war. Sie horchte, konnte aber nichts hören. Langsam wagte sie es ihren Kopf über den Rand der Spalte zu halten und einen Blick nach unten in die Höhle zu er werfen: Nichts.
Sie sah außer dem gewohnten Anblick von Felsen und Steinen nichts. Sie konnte auch nicht erkennen woher das Licht kam. Es war einfach – Finni suchte nach den richtigen Worten – es war einfach da. Als sie noch dabei war ungläubig in das Licht zu starren hörte sie hinter sich ein rascheln, gefolgt von Stimmen. Sie waren leise und Finni konnte auch nicht heraushören ob es Männer oder Frauen waren, aber sie kamen näher- und vor allem: sie kamen in ihre Richtung. Hastig richtete sie sich auf und huschte in ein Gebüsch, dass ein paar Schritte vom Felsspalt entfernt lag.
Die Stimmen kamen immer näher und wurden deutlicher, aber man konnte immer noch keinen Menschen sehen.
Finni wurde es immer mulmiger. ´´Jetzt bloß keinen Mux von dir geben``, dachte Sie. Finni kam es so vor, als wenn die Stimmen jetzt direkt neben ihr waren. Trotzdem konnte sie nicht verstehen, was sie sagten. Sie verweilten kurz neben ihr und schienen dann in der Spalte zu verschwinden, die in die Höhle nach unten führte.
Finni atmete auf, als sie merkte, dass die Stimmen sie nicht entdeckt hatten. Langsam kam sie hinter ihrem Busch hervor, lies sich auf den Bauch fallen und robbte zum Spalt. Vorsichtig lugte sie durch ihn hindurch. Ihr blieb der Atem stehen. Sie konnte nicht glauben, was sie da sah. Kleine Männchen, nicht größer, als ein Kindergartenkind, sehr behaart – man mochte schon sagen: mit Pelz – und nur mit einer Art Sack begleitet, standen sie in der Höhle. Finni rieb sich die Augen.
´´ Das kann doch nicht sein. Nein. Diese Zwerge gibt es nicht!``, dachte sie. Und doch sah sie diese kleinen Wesen, keine zwei Meter unter ihr in einer Höhle. Es waren insgesamt drei. Finni wurde es noch unbehaglicher, als sie sah, dass der eine Zwerg eine Kette um den Hals trug, eine Kette die ihr sehr bekannt vorkam. Sie griff an ihren Hals. Ihre Kette war noch da. Sie griff unter ihr Oberteil und holte die Kette hervor. Tatsächlich.
Der Zwerg hatte die gleiche Kette wie sie um den Hals. Finni glaubte den Verstand zu verlieren. Was geschah da plötzlich? Heute morgen sitzt sie noch in der Schule und bekommt von ihrem Lehrer eine Standpauke, weil ihre Noten so schlecht geworden waren, und jetzt liegt sie im Dreck auf dem Staffelberg und beobachtet drei Zwerge, von denen einer auch noch die gleiche Kette um den Hals trägt, wie sie.
Gerade als sie beschließen wollte, dass sie wohl den Verstand verloren haben muss, sah sie, wie der Zwerg mit der Kette diese in Richtung Felswand hochhielt. Die Wand fing an rot zu glühen und die Zwerge verschwanden einer nach dem anderen in der Wand.
Das war zu viel für Finni. Sie wollte nur noch hier weg! Sie richtete sich auf und wollte losrennen, aber es ging nicht. Irgendetwas hielt sie fest, mehr noch es zog an ihr. Sie versuchte sich davon los zu reißen. Mit aller Macht stemmte sie sich gegen diesen Sog. Plötzlich verdunkelte sich der Himmel. Dicke Wolken hingen genau über ihr. Der Wind fing an zu blasen und wurde immer stärker. Blitze zuckten und schlugen nur knapp neben ihr ein. Finni konnte nicht mehr und lies sich fallen.
Eine Windböhe packte sie und Finni fiel durch den Spalt nach unten auf den Felsvorsprung. Sie sah zu der Wand, in der die Zwerge verschwanden. Sie glühte feuerrot. Irgendetwas packte sie am Fuß und zog sie in Richtung der Wand. Finni strampelte vor Angst, versuchte sich los zu reißen. Aber es half nichts. Ein weiterer Blitz zuckte und schlug genau durch den Spalt neben ihr ein. Finni wurde es schwarz vor Augen und sie wurde ohnmächtig.

Als sie wieder zu sich kam, befand sie sich in einer Höhle. Es war eine ziemlich große Höhle. Finni schätzte, dass sie mindestens fünf Meter hoch sein musste, ca. zehn Meter breit und genauso lang. Sie hatte keine Ahnung, wie lange sie ohnmächtig war. Aber sie hatte Kopfschmerzen, rasende Kopfschmerzen. Sie untersuchte sich: Die Arme waren etwas aufgeschürft und um das Bein, an dem sie gezogen wurde, prangte ein großer Bluterguss. Ihr rechtes Jeansbein war etwas aufgeschlitzt und ihr Oberteil war vielleicht einmal weiß. Jetzt war es mehr eine Mischung aus matschbraun und kalkgrau.
Obwohl sie kein Tageslicht sehen konnte, war es in der Höhle ziemlich hell. Alles war in dem ihr mittlerweile vertrauten rötlichen Licht getaucht. Finni war immer noch etwas verwirrt. Wo war sie und vor allem warum war sie hier? Wie kam sie an diesem Ort? Sie versuchte sich an das geschehene zu erinnern. Das letzte, was sie noch wusste war, dass sie etwas am Bein packte und in Richtung Felswand zerrte, in der diese Zwerge verschwanden. ´´Die Zwerge``, schoss es ihr durch den Kopf. Sind die etwa auch hier? Sie sah sich hektisch um, konnte aber niemanden sehen.
Finni setzte sich erst einmal auf einen der herumliegenden Felsbrocken und streifte den Rucksack, der auch etwas mitgenommen aussah, aber noch voll in Takt war, von ihren Schultern. Sie öffnete ihn und holte die Wasserflasche heraus. Finni war halb ausgetrocknet; jedenfalls hatte sie das Gefühl. Hastig trank sie einen großen Schluck Wasser. Das tat gut. Sie wusste nicht, wann sie das letzte Mal so durstig war. Sie verschloss die Falsche und packte alles wieder in den Rucksack. „Was soll ich jetzt bloß machen?“, fragte sie sich selbst. Nur blöd herumsitzen ging ja wohl schlecht. Da wäre sie ja morgen noch da.
Es half nichts. Sie musste einen Ausgang aus dieser Höhle finden. Sie sah sich um. Nur ein einziger Tunnel führte von der Höhle weg. Finni stand auf und lief darauf zu. Der Tunnel war kleiner als die Höhle – vielleicht zwei Meter im Durchmesser – und es war dunkel darin. Keine Spur von dem Schimmern, das die Höhle in dieses schaurig schöne rote Licht tauchte. Finni kramte ihre Taschenlampe hervor und schaltete sie an. Mist: das Ding war kaputt. Die Batterien konnten nicht lehr sein, die waren neu. Konnte eigentlich nur das Lämpchen durchgebrannt sein.
´´Und jetzt?``, überlegte sie. Vorsichtig ging sie in den Tunnel hinein, einen Fuß vor den anderen. Die Arme streckte sie links und rechts von sich ab, um die Tunnelwand zu spüren. Leider waren ihre Arme zu kurz, so dass sie immer nur abwechselnd die linke und dann die rechte Wand berühren konnte. So lief sie ein paar Minuten im Zick- Zack- Kurs durch den Tunnel, immer darauf bedacht die Wände zu spüren, um die Orientierung zu behalten. Ihre Augen gewöhnten sich zwar langsam an die Dunkelheit, aber es war einfach zu finster, um wirklich etwas sehen zu können. Nach etwa einer halben Stunde (genau konnte sie es nicht sagen, denn so völlig im Dunklen verliert man leicht sein Zeitgefühl) konnte sie die Wände links und rechts nicht mehr spüren. Anscheinend war sie in einer zweiten Höhle gelandet. Drei Schritte weiter fühlte sie Wasser unter ihren Füßen. Finni ging in die Hocke und strecke ihren Arm nach unten. Die Hand tauchte in das Wasser ein, dann der Unterarm und … Sie hätte ihren ganzen Arm eintauchen können, zog ihn aber wieder heraus, denn das Wasser war eiskalt. „Mist!, das ist bestimmt ein unterirdischer See. Das hat mir gerade noch gefehlt.“, jammerte sie. „Ich kann doch nicht durch dieses eisige Wasser schwimmen. Da hole ich mir doch den Tod, zumal ich ja nichts sehe bei dieser Finsternis.“ „Und warum machst du dann dein Licht nicht an?“ piepste es hinter ihr. Finni erschrak: „Wer ist da? Wer bist du?“ „Ich bin Chira und wer bist du? Was machst du in meiner Höhle?“, antwortete die Stimme. „Ich bin Finni und wollte eigentlich gar nicht in deine Höhle. Ich habe keine Ahnung, wie ich hier her gekommen bin, ich will eigentlich nur nach Hause! Zeig dich, wo bist du?“ „Ich bin über dir, kannst du mich nicht sehen?“ Finni sah nach oben, aber außer dem bekannten Dunkel sah sie nichts. „Es ist zu dunkel.“, sagte sie. „Na dann mach doch dein Licht an, ich meine wozu trägst du es denn mit dir herum?“ „Es ist kaputt, sonst hätte ich die Lampe schon lange angemacht.“, zische Finni etwas genervt. „Die meine ich ja auch nicht. Ich rede von dem Licht, dass du um deinen Hals trägst, das Licht von Menosgada.“ „Das was?“, fragte Finni verdutzt. „Meinst du meine Halskette? Das ist doch nur Schmuck und kein Licht.“ „Soso, eine Expertin, was?“, kicherte die Stimme. „Also, dann will ich es dir einmal erklären: Nimm den Anhänger in beide Hände und sprich die Worte Menosgada lumix.“
Finni tat wie ihr gehiesen. Sie nahm den Anhänger in beide Hände und sprach: „Menosgada lumix!“ Der Anhänger fing an rot zu schimmern. Das Licht wurde immer intensiver und heller, bis die ganze Höhle, in der sie stand, hell erleuchtet war. Finni war sprachlos. Vor Schreck ließ sie die Kette los und das Licht verschwand.
„Aha, jetzt hast du es begriffen“, sagte Chira. „Komm, versuche es gleich noch einmal!“. Finni wiederholte, was sie gelernt hatte: „Menosgada lumix.“, rief sie und die Höhle war wieder hell. Sie drehte sich um und richtete ihren Blick auf den Punkt, wo Chiras Stimme herkam.
Der Anblick erstaunte sie. An der Decke hing eine kleine Fledermaus mit einem breiten Grinsen im Gesicht. „Hallo.“, sagte Chira noch einmal. „Dddduu bist eine Fledermaus!“, stotterte Finni. „Ahh, das bin ich also, ich habe mich schon oft gefragt, was ich denn darstellen soll.“, lachte Chira. „Natürlich bin ich eine Fledermaus. Hast du noch nie eine gesehen?“ „Keine, die reden kann.“, meinte Finni. „Echt? Aber das können doch alle hier.“ „Da wo ich herkomme nicht.“, bekräftigte sie.
Finni zwickte sich in den Arm. ´´Das muss doch ein Traum sein``, dachte sie. „Aua. Das ist ja doch kein Traum, das ist echt!“, quietschte sie. „Natürlich bin ich echt. Jetzt versteh es doch endlich!“, sagte die Fledermaus.
„OK, nehmen wir einmal an, ich akzeptiere, dass ich gerade mit einer Fledermaus spreche: Kannst du mir sagen wie ich hier her gekommen bin? Und vor allem: Wie komme ich hier wieder raus?“, fragte Finni den Flattermann. „Nein und ja“, bekam sie zur Antwort. „Wie nein und ja?“ „Naja –nein- ich weiß nicht wie du hier her gekommen bist und –ja- ich kennen den Ausgang aus der Höhle.“ „Oh bitte, hilf mir.“, flehte Finni. „Gut, aber dafür will ich auch etwas von dir.“, grinste Chria. „Und was?“, wollte Finni wissen. „Das verrate ich dir, wenn wir den Ausgang erreicht haben“. Finni überlegte kurz antwortete dann aber resigniert: „Na gut, abgemacht.“
„Der Weg ist aber nicht einfach, um nicht zu sagen gefährlich, jedenfalls für so ein großes, klobiges Ding wie dich!“, erlärte Chira. „He, ich bin nicht klobig. Ich bin ja noch nicht einmal mobsig!“ „Schon gut. Ich meinte ja auch nur, dass du als Mensch es schwer haben wirst.“ „Aber ich habe keine andere Wahl. Sag mal, bevor wir losgehen. Wo bin ich überhaupt?“
„Du bist in einer Höhle.“, grinste die Fledermaus. „Ja das weiß ich auch, aber wo befindet sich diese Höhle? Ist sie Teil des Staffelberges?“ „Was ist ein Staffelberg? Du befindest dich hier in einer Höhle, tief im Inneren der östlichen Gebirge von Menosgada. Die Zwerge haben sich in diesen Berg gegraben und Höhlen angelegt, um die königlichen Schätze dort zu lagern.
Aber seit einiger Zeit leeren Sie die Höhlen. Ich habe mir dann einmal diese hier als mein zu Hause ausgesucht und…“ „Menosgada?“, unterbrach sie Finni. „Was ist das? Ist das ein Ort?“ „Du kennst Menosgada nicht. Das ist ein Land und du befindest dich gerade darauf.“, antwortete Chira ungläubig. Sie wollte gerade weiter erzählen, als die beiden in der Ferne ein leises Poltern und Stimmen hörten. Finni wusste genau, zu wem diese Stimmen gehörten. Vor Furcht stellten sich ihre Nackenhaare auf. „Pst, ruhig!“, flüsterte Chira. „Wenn die Zwerge dich hier antreffen, werden sie nicht sonderlich begeistert sein. Sie mögen es nicht, wenn jemand in ihren Schatzhöhlen herumgeistert. Schnell, versteck dich hinter dem großem Felsen da.“ Chira deutete auf eine Ansammlung großer Felsbrocken in Richtung des Tunnels, aus dem Finni kam. „Los, und mach das Licht aus, sag einfach lumix ex!“ Finni huschte hinter einen der großen Felsen und flüsterte: „lumix ex.“ Das Licht ging aus und alles hüllte sich wieder in Dunkelheit. Die Stimmen kamen näher und näher. Auch dieses Mal war es wieder so, dass die Stimmen zwar lauter wurden, sie aber nicht verstehen konnte, was sie sagten. Die Zwergen- stimmen gingen an ihr vorbei und verschwanden in dem Tunnel, aus dem Finni kam. Sie atmete auf. „Puh die sind weg.“. „So, jetzt beeilen wir uns besser, um dich aus dem Reich der Zwerge heraus zu bekommen, bevor wir ihnen wieder begegnen.“, meinte Chira.
„Menosgada lumix.“, sprach Finni und es war wieder hell.
„Los jetzt!“ Chira deutete mit einem ihrer Flügel in Richtung des Wassers.


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Kommentare


Von sicbro
Am 21.11.2007 um 09:42 Uhr

Danke, Potter.
Das mit den Zeiten ist mir auch aufgefallen und ich habe beim x-ten durchlesen immer noch Fehler gefunden :-) Naja, wenns fertig ist werd ich mir wohl einen Lektor suchen müssen.
Aber danke für das Kompliment.


Von Jason-Potter
Am 20.11.2007 um 20:50 Uhr

Hi sicbro,

deine bisherige Geschichte gefällt mir vom Ansatz und vom Schreibstil her unheimlich gut. Sehr schöne Sätze, flüssig zu lesen, keine Stolperfallen und glatte Storie. Und eine gewisse Mystik, die sich allmählich in Spannung transformiert ist auch schon vorhanden (Ich mag nämlich keine Bücher, die ewig lang auf ihre ersten spannenden Inhalte warten lassen).
Das einzige worauf du achten solltest sind die Zeiten. An einer Stelle bist du längere Zeit vom Präteritum ins Presens gewechselt, obwohl es sich um keinen inneren Monolog sondern eher um erlebte Rede handelte oder besser gesagt, es war irgendwie ein Mischmasch daraus. Aber ansonsten echt top.


Von sicbro
Am 20.11.2007 um 20:47 Uhr

Kommentare natürlich wieder erwünscht.
(co) by sicbro


(co)by sicbro 2007

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