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Prosa => Krimi


Dat is Ruhrpott live (Hab eigentlich noch keinen Titel) - von chris, 30.06.2019
Hallo zusammen.
Ich möchte mich kurz vorstellen. Bin 44 Jahre jung und Schütze vom Sternzeichen.
Das hier ist mein erster Versuch mich als Hobbyautor zu versuchen. Ich stehe hier ganz am Anfang meiner Story und bin für jeden Kommentar dankbar. Man(n) lernt ja aus Fehlern ;-)

Danke schon mal vorab!!!

Sie bog rechts mit ihrem Motorrad in die Hafenstraße ein, "Ach du Scheiße" klang es aus dem Helm, "Ach ja… iss ja Fußballwochenende " seufzte Sie. Die Straße war vollgestopft mit Autos auf beiden Seiten der Bürgersteige. An der Ampel ihres Lieblingsimbiss angekommen, lenkt Sie ihren Schopper auf den Bordstein und parkte links neben dem Eingang.
Enidan drückte die Tür des Grills auf und eine Klingel kündigte einen neuen Gast an.
Die beiden Damen hinter der Theke schienen keinen Grund darin zusehen Ihre Aufgaben zu unterbrechen, um zu prüfen, was da so reingekommen sein könnte. Auch das Ereignis, dass sich vor zwei Wochen ereignete, war kein Grund nervös und hecktisch zu werden, als ein Typ, bewaffnet mit Messer und Akzent, der schreiend herein stürmte, dabei die Klingel nicht mal sein tägliches Begrüßungsgeräusch zu enden bringen lies und nach Geld verlangte.
Ein kurzes "Tach auch" drang in Richtung Theke. Sie schütteten unbehelligt weiter die Kartoffelstäbchen in die Schalen und gossen verschiedenartige Soßen über Schnitzel und Co. "Ach ja" murmelte Enidan und setzte erneut zu einem lauteren Ruf an "Sorry Prinzessin, kannste mal den gegrillten Dildo beiseite legen? Auch wenn´s schwer fällt".
Die braunhaarige Dame, mit einem etwas zu engem T-Shirt auf Höhe der Hüften, drehte sich mit der Zange und der Bratwurst zu Enidan "Wat auf´s Maul, Bitch?". Keiner verzog auch nur eine Miene bis beide gleichzeitig sich ein Grinsen nicht mehr verkneifen konnten. Enidan klatschte mit Marion, die zur Theke kam, ab und sagte "Wie immer, aber heute mit Geschmack und ne Coke dazu".

Gerade als Enidan sich Ihren Helm über Ihre zum Bauernzopf geflochtenen braunen Haare ziehen wollte, klingelte Ihr Handy in der Lederjacke. "Ey, was soll der Scheiß, ich hab doch Feierabend". Auf dem Display wurde "Dienstlich" angezeigt. "Wat is?".
"Hallo Eni" erklang eine männliche Stimme.
" Nennst du mich noch einmal so, ziehe ich Dir dein rosa Damenhöschen, das du gerade trägst über deinen Eierkopf, klar?". Sie war sich nicht sicher aber Sie meinte ein leises lachen vernommen zu haben.
"Wir haben hier vor der Haustür der Thies Straße 16 eine Leiche, und es ist garantiert kein Selbstmord".
"Bin unterwegs" ohne die Reaktion des Anrufers abzuwarten legte Sie auf.

Als Sie in die Thies Straße einbog, sah Sie schon die Einsatzfahrzeuge. Es hatte durch die ganze Beleuchtung von Feuerwehr, Krankenwagen und Polizei ein Hauch von Jahrmarktatmosphäre oder einem Straßenfest. Die blauen und roten Lichter reflektierten sich in den Scheiben der Häuser und verteilten die Atmosphäre über die ganze Straße. Leute bestaunten das bunte Treiben. Kinder liefen aufgeregt zu Mittelpunkt des Geschehens und wieder zurück zu Ihren Eltern, um sie auf den neusten Stand zu bringen.
Enidan fuhr zwischen Gaffern und Staatsbediensteten, die sich angeregt unterhielten im Schritttempo vorbei. Die Strahler der Spurensicherung, die Ihr die Richtung wiesen, waren von vier Seiten auf das Zentrum gerichtet. Gerade als Enidan die Polzeisperrung zu Fuß überqueren wollte, spürte Sie eine Hand auf Ihrer Schulter. Sie packte die Hand, riss Sie zu sich und verdrehte das Handgelenk. Es folgte ein Aufschrei. Enidan drehte sich um und sah eine Polizistin, die auf den Zehenspitzen stand und auf ihren anderen Arm starrte, der sich in einer etwas unnatürlichen Position befand.
"Boah, Alter, hat die blaue Augen und was für Zähne. Den Mund kann sie ganz schön aufreißen. Manchen Männern ge…" da wurde Sie durch einen Schrei einer männlichen Stimme aus Ihrer Phantasie geholt und ließ unmittelbar von Ihrem Opfer ab.

Enidan drehte sich um und blickte in ein ihr vertrautes Gesicht. Vincent, zu dem Sie aufschaute, war knapp eineinhalb Köpfe größer wie Sie. Auch als sie noch Kinder waren, war er immer größer, obwohl sie die Älter war. Aber im Grunde war Sie froh, einen jüngeren großen Bruder zu haben, der Sie aus vielen zu oft selbst verursachten heiklen Momenten gerettet hatte.

Vincent packte Sie am Oberarm und zog Sie mit einem Ruck an sich. Beide durchdrangen den Schlägereikreis, der sich gebildet hatte, wie damals in der Schule, wenn es mal wieder auf dem Schulhof zur Sache ging. Er schaute Sie mit seinen dunklen braunen Augen an "Was soll das? Haben Sie sich nicht mehr im Griff Frau Kommissarin Lindemann?".
Enidan schnellte ihren linken Arm zurück und löste sich von seinem Griff, der nicht fest aber bestimmend war. "Hömma, Herr Lehrer" flüsterte Sie. "Die alte Bergmannskuh hat aber angefangen" bevor Vincent was sagen konnte verschwand Enidan Richtung Tatort.

"Klär mich auf Kleiner". Ihr Bruder Vincent zog seine rechte Augenbraue hoch "Also gut. Das Opfer ist Enrico Benedetti, 49 Jahre. Ihm gehört die Pizzaria . . ." er schaute auf seinen Notizzettel und blätterte zur nächsten Seite "Die Nuova Napoli in Essen-Heisingen".
"Ey, auf so ne Mafiatorte mit Spaghetti-Bolognese hätte ich jetzt auch Bock". Vincent ignorierte ihren üblichen Kommentar und fuhr fort. "Er war weder verheiratet noch hatte er Kinder".
"Habt Ihr schon die Fenster-Rentner in der unmittelbaren Umgebung befragt?"
"Ja, aber keiner will was gesehen oder gehört haben. Kennst das ja"
Enidan stellte sich direkt neben den von Blut bedeckten Körper. Aus den verstümmelten Körperteilen drang das Blut nach außen. Es war als würde es sich darstellen zu versuchen, um ein Teil des Geschehens zu werden, was ihm auch bei seiner Menge gelang.
"Der sieht ja echt übel aus der Typ. Wohnt er in der Nähe?"
"Nicht direkt, er wohnt in Burgaltendorf"
"Wie ich sehe, fehlen Ihm so einige Körperteile?"
"Es sind genau genommen fünf." Vincent blätterte erneut in seinem kleinen blaunen Notizbuch, das er zu Beginn der Ausbildung zum Kommissar von seiner Schwester als kleine Aufmerksamkeit bekommen hatte. Es war schon einige Jahre her aber das Notitzbuch war immer sein ständiger Begleiter.

"Die beiden Ohren wurden sauber mit einem Teppichmesser vom Kopf abgetrennt. Dann die Nase, diese fiel ebenfalls dem Teppichmesser zu Opfer. Bei die Zunge hat er sich besonders viel Mühe gemacht, um so viel wie nur möglich herauszuschneiden.Er muss dabei ein weiteres Instrument verwendet haben. Hat dieses aber nicht mit in den Beutel gepackt. Aber die Schere, die er dazu verwendet hat, liegt dabei. Und zuletzt die Augen." Vincent schluckte kurz "Das war ein spitz zulaufender Löffel".
Enidan hob ihre Augenbrauen. Sie hatte immer schon versucht, wie Ihr Bruder es mit einer Augenbraue aber das war wohl der genetische Unterschied zwischen den Beiden, der ihr am meisten auf den Zeiger ging.
Bevor Sie den Mund auch nur aufmachen konnte sagte Vincent "Ich sehe schon die tausend Fragezeichen über deinem hübschen Köpfchen. Der Täter hat alles schön in einen Plastikbeutel für uns zusammengepackt und neben der Leiche platziert. Ich denke, dass ich da schon ziemlich gut lag, was die Verwendung der Gegenstände betraff"
"Samt Ersatzteilen des Typen?" wollte Sie wissen.
"Ja" entgegnete Vicnet.
Enidan kniete sich neben den Kopf der Leiche. Mit einem kleinen Stock drückte Sie gegen die Schläfe und lenkte diesen nach rechts von sich weg. Mit Ihre Taschenlampe, die Sie aus der Jackentasche zog, leuchtete Sie in das linke Ohrloch. "Was haben wir denn da?" Ihre Lippen bewegten sich dabei kaum.
"Pinzette", Sie streckte ihre Hand in Richtung Ihres Bruders aus.
Mit der Taschenlampe im Mund leuchtete Sie in das Ohrloch. Mit der Pinzette drang Sie vorsichtig in die Öffnung, während die andere Hand den Kopf weiter zur Seite presste. Ein Stück Alufolie kam zum Vorschein.

- 2 -
Das silberglänzende Klebeband drückte sich in ihre Wangen und verdeckte den gesamten Mund. Um sicherzugehen, dass es sich nicht lösen könnte, wurde es mehrmals um den Kopf gewickelt. Da Ihre Augen nicht verbunden waren, konnte Sie in fast jede Richtung des Raumes blicken. Aber was Sie sah war nur die Dunkelheit. Das was Sie erkennen konnte, wenn sich kurzzeitig der Raum durch das einfallende Licht minimal erhellte, waren nur die schwarzen Wände, die Sie von vorne und von beiden Seiten anstarrten.
Eine Tür öffnete sich. Da waren sie wieder, die schwarzen Wände, die sie beobachten und dem Täter bei seinem Vorhaben unterstützten.
Sie wimmerte lauter. Die Schritte kamen näher. Jeder Schritt hämmerte härter und härter auf Ihren Schädel ein.
"Hallo Juliane". Ihr ganzer Körper spannte sich sofort an.
Dann spürte Sie eine Hand die Ihren Kopf sanft streichelte.
"Du kannst Dir gar nicht vorstellen, wie schwer es war dich zu finden". Immer mehr Tränen liefen über das Klebeband und tropften auf das mit Blut und von Schweiß durchtränktem T-Shirt.
"Ich werde Dir mal das Ding raus ziehen". Der durchsichtige Kunsstoffschlauch, der durch die Nase bis zu Ihrem Magen reichte, wurde langsam, Stück für Stück aus Ihre herausgezogen. Ein leichter Schleim aus Magensaft und anderen Flüssigkeiten erleichterte Juliane die Entfernung aus dem Körper.
"Keine Angst" flüsterte Er in Ihr rechtes Ohr "Du kommst heute frei."
Nachdem Er die Fesseln an Ihren Händen und Knöcheln vorsichtig durchtrennt hatte, versuchte
Juliane aufzustehen. Aber nach 4 Tagen sitzen versagten Ihre Beine. Sie spürte diese angeschwollenen, blau-lila verfärbten und tauben Stümpfe kaum noch. Ihre durch Urin und Kot durchweichten Hosen taten ihr übriges um Sie daran zu hindern der Freiheit näher zu kommen. Er griff Ihren Arm und half Ihr langsam sich hinzustellen.




©2019 by chris. Jegliche Wiedergabe, Vervielfaeltigung oder sonstige Nutzung, ganz oder teilweise, ist ohne vorherige schriftliche Genehmigung des Autors unzulaessig und rechtswidrig.

Kommentare


Von AlterMann
Am 21.08.2019 um 23:15 Uhr

Fehler von anderen aufzeigen, ... ne das liegt mir nicht. Ich bin doch selbst Anfänger! Zu deiner Geschichte. Wirklich spannend, ich hoffe auf die Fortsetzung





Die wichtigsten Stunden in unserem Leben sind die in denen wir lieben...


Von chris
Am 07.07.2019 um 20:23 Uhr

Hallo Andrea!
Vielen Dank für deinen Kommentar. Das motiviert!! Hoffe, dass ich
dich noch weiter mit meiner kleinen Geschichte fesseln kann :-)
Viele Grüße
chris


Von Andrea
Am 05.07.2019 um 10:16 Uhr

Hallo
Bin mal gespannt wie es weiter geht. Da ich aus der Aachener Ecke stamme, ist eine Story aus dem Ruhrpott etwas besonderes.
Gruß Andrea

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Es gibt 3 Kommentare


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